5G

Die Fraunhofer-Institute arbeiten schon am 5G-Nachfolger

Die 5G-Technik ist noch nicht einmal auf dem Markt, da beschäftigen sich Wissenschaft und Industrie bereits mit einem noch schnelleren Nachfolgesystem.

16.11.2017
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Die 5G-Mobilfunknetze sollen ab dem Jahr 2020 Übertragungsraten von 10 Gbit/s ermöglichen. Doch angesichts steigender Nachfrage nach stabilen Funkverbindungen vor allem aus der Industrie, wird auch diese Bandbreite bald nicht mehr ausreichen.

Im Rahmen des EU-Projekts Terranova arbeiten daher mehrere europäische Forschungsinstitute, darunter das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF und das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut ( HHI ), sowie verschiedene Firmen an einem Nachfolgestandard mit der Bezeichnung 6G. Er soll für Übertragungsraten von bis zu 400 Gbit/s ausgelegt werden.

Solch hohe Geschwindigkeiten sind aktuell nur mit Glasfasertechnik möglich, Funkverbindungen müssten dafür Frequenzen im Terahertz-Bereich erschließen. Das Problem ist dabei zum einen die geringere Reichweite, zum anderen der Übergang zwischen den verschiedenen Übertragungstechniken, der heute noch nicht nahtlos klappt. Während das Fraunhofer IAF sich im Rahmen des Projekts vor allem auf Hochfrequenzrichtfunk und Millimeterwellentechnik konzentriert, beschäftigt sich das Fraunhofer HHI unter anderem mit der Signalprozessierung.

Dafür müssen die Forscher neue Algorithmen entwickeln, welche die Signalverarbeitung möglichst effizient und energiesparend umsetzen. Koordiniert wird das Terranova-Projekt vom Research Center der griechischen Universität Piräus.

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