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Data Analytics & BI

Die EU will in Supercomputer investieren

Um unabhängig vom nicht-europäischen Ausland zu werden, treibt die Europäische Union die Entwicklung von Supercomputern voran. Für die nötige Investitionssumme von etwa einer Milliarde Euro wird ein Unternehmen gegründet.

07.02.2018 Isabelle Reiff

Die europäische Versorgungskette für High Performance Computing, zu deutsch Hochleistungsrechnen, ist unterentwickelt: Wissenschaftler und Unternehmen, die für Big Data-Projekte große Rechenleistung benötigen, müssen ihre Daten außerhalb der EU verarbeiten lassen. Anwendungsfelder sind z. B. Klimaforschung, Gesundheit, Energieversorgung oder Cybersicherheit. Dafür auf Supercomputer in China , Japan, den USA oder der Schweiz auszuweichen, bringt aber Probleme mit sich, gerade in Bezug auf Datenschutz und Geschäftsgeheimnisse.

Bis 2026 soll es in der EU daher eine eigene Supercomputer-Infrastruktur geben. Geschätzte Kosten: 1 Milliarde Euro. Um die Finanzierung sicherzustellen, will die EU das Unternehmen EuroHPC gründen. Daran sollen sich interessierte Mitgliedstaaten, aber auch Vertreter aus Wissenschaft und Industrie beteiligen. Erste Organisationen haben bereits ihre Unterstützung angekündigt.

Die vorgesehene Infrastruktur soll auf Vor-Exa-Niveau liegen. Der Exa-Maßstab gilt als nächster angestrebter Entwicklungsschritt bei Hochleistungsrechnern. Er ermöglicht 1 Trillion Rechenoperationen, sogenannte FLOPS, pro Sekunde. Derzeit schnellster Rechner der Welt ist Sunway TaihuLight, installiert am National Supercomputing Center in Wuxi bei Shanghai. Er erreicht 93 PetaFLOPS (1015 FLOPS) pro Sekunde .