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New Tech & Disruptive Technologies

Die EU will einheitliche Regeln für Drohnen

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am 12. Juni 2018 eine Vereinbarung verabschiedet, die in der in der ganzen Europäischen Union gleiche Vorschriften für den Betrieb von unbemannten Fluggeräten vorsieht.

26.06.2018 Dirk Bongardt
Quelle: Europäisches Parlament
Quelle: Europäisches Parlament

Die Vereinbarung beinhaltet drei grundsätzliche Regelungen . Erstens müssen Drohnen künftig so konstruiert werden, dass sie keine Personen gefährden, will heißen: Abhängig von ihrer Bauart und ihrem Einsatzzweck brauchen sie Einrichtungen wie eine Landeautomatik oder ein Kollisionsvermeidungssystem. Zweitens werden künftig die Piloten in die Pflicht genommen. Sie müssen alle sie betreffenden Regeln kennen und in der Lage sein, ihre Drohnen sicher zu steuern. Konkret könnte das mit einer Führerscheinpflicht, auch hier wieder abhängig vom Drohnentyp, verbunden sein. Zum dritten sollen Drohnenbetreiber künftig in nationalen Registern eingetragen und ihre Drohnen mit Kennzeichen versehen werden; für kleine Drohnen soll diese Vorschrift aber nicht gelten.

Die Regelungen müssen nun von den EU-Ministern verabschiedet werden. Danach steht die EU-Kommission vor der Aufgabe, detailliertere EU-weite Regeln zu entwickeln, also etwa festzulegen, welche Betreiber geschult und registriert werden und welche Drohnen über zusätzliche Sicherheitsmerkmale verfügen müssen.

In Deutschland gilt seit 2017 die "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" , die bereits eine Reihe der beabsichtigten EU-Regelungen enthält. Dazu gehört auch eine Führerscheinpflicht, der die deutschen Drohnenpiloten allerdings nur zögerlich nachkommen . Nach Einschätzung der EU könnte die zivile Drohnentechnologie in den nächsten zehn Jahren 10 % des EU-Luftverkehrsmarkts ausmachen.