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Job & Career

Die Digitalisierung soll in Deutschland kein Jobkiller werden

In neun von zehn deutschen Unternehmen wollen die Entscheider die Zahl der Mitarbeiter im Zuge der Digitalisierung beibehalten oder sogar erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Personaldienstleisters Manpowergroup.

13.04.2018 Dirk Bongardt
Quelle: ManpowerGroup
Quelle: ManpowerGroup

Die Digitalisierung stellt vorerst keine Bedrohung für den deutschen Arbeitsmarkt dar. Diesen Schluss lässt die internationale Studie "Skills Revolution 2.0" der Manpowergroup zu. Ebenso wie in den USA gehen hierzulande 91 % der Arbeitgeber davon aus, dass die Zahl der Arbeitsplätze auf dem aktuellen Niveau bleibt oder sogar steigt. Anders sieht das in China und Japan aus: Dort erwartet jeder vierte Verantwortliche, dass durch die Digitalisierung mehr Jobs wegfallen als neue geschaffen werden.

Die Studie belegt allerdings einen Wandel, was die Anforderungen betrifft, die Arbeitgeber an potenzielle Mitarbeiter stellen. Während Führungsqualitäten kaum noch gefragt sind, sollen Arbeitnehmer heute vor allem gut kommunizieren können. Gefragt ist außerdem die Fähigkeit, sich und seine Arbeit selbständig zu organisieren – Talente, die nach Auffassung der Befragten auf dem Arbeitsmarkt zu selten anzutreffen sind. Für die Studie hatte das Marktforschungsunternehmen Infocorp im Oktober 2017 knapp 20.000 Arbeitgeber aus sechs Branchen in 42 Ländern befragt.

Neben den genannten Soft Skills suchen Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt oft auch vergeblich nach Mitarbeitern mit fachspezifischen Hard Skills. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens RSM belegt einen Fachkräftemangel in den Bereichen IT- und Softwarelösungen. Da gleichzeitig die Möglichkeiten zu Aus- oder Fortbildung fehlen, könnte er sich mittelfristig negativ auf die Beschäftigung auswirken.