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Workspace 4.0 & Collaboration

Die Digitalisierung schafft Arbeitsplätze – aber nicht immer gute

Digitalisierung schafft Innovation, und diese wiederum schafft Arbeitsplätze und eine höhere Beschäftigungsstabilität. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass auch die Arbeitsqualität steigt, wie eine aktuelle Studie zeigt.

15.05.2018 David Schahinian
Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation
Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen (UDE) hat im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes verglichen, wie sich Innovationen, Beschäftigung und Arbeitsplatzqualität gegenseitig beeinflussen. Von innovativen Betrieben profitieren der Studie zufolge vor allem qualifizierte Arbeitskräfte, während Geringqualifizierte schlechtere Karten haben.

Bei Untersuchungen in der Handelslogistik und der Computerspielbranche fanden die Forscher zudem heraus, dass einfache Routinetätigkeiten zunehmen, die durch die neuen Technologien "noch stärker zerlegt und abgewertet werden", wie Projektleiterin Dr. Karen Jaehrling erklärt. Aber auch auch kreative Tätigkeiten mit steigenden Qualifikationsanforderungen seien kein Garant für gute Arbeit, wenn die Bezahlung etwa schlecht, die Arbeitszeiten lang und die Beschäftigung unsicher sind.

Die Digitalisierung hat Auswirkungen über ihren technischen Aspekt hinaus, folgern die Autoren. Sie treffe auf einen ökonomischen Kontext, der einer gesellschaftlichen Gestaltung bedarf. Jenseits der Kernbranchen in Deutschland fehle es oft an Rahmenbedingungen und durchsetzungsfähigen Akteuren, die eine verbesserte Arbeitsqualität erreichen könnten.

Dass die Arbeitswelt der Zukunft aktiv gestaltet werden sollte, unterstreicht auch die Bundesregierung: Sie hat das Wissenschaftsjahr 2018 unter genau dieses Thema gestellt. In Schulen, auf Marktplätzen und Berufsmessen werden bundesweit unter anderem neue Maschinen, Roboter und Arbeitskleidung präsentiert.