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New Tech & Disruptive Technologies

Die Deutschen sind an Bitcoin & Co interessiert

Fast jeder dritte Deutsche zieht in Betracht, Geld in Kryptowährungen anzulegen. Hohe Renditechancen und die Unabhängigkeit von tradierten Finanzsystemen locken vor allem junge Anleger.

14.06.2018 Dirk Bongardt
Quelle: Postbank
Quelle: Postbank

Kurseinbrüchen und warnenden Experten zum Trotz sehen insgesamt 29 % der Bundesbürger in Bitcoin, Ethereum & Co interessante Geldanlagen. Das ist ein Ergebnis der Postbank Digitalstudie 2018 . In der Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren lag das Interesse sogar bei 46 %. Neben der Unabhängigkeit von Banken spielt die Chance auf hohe Renditen eine Rolle. Anonymität, aber auch den mit dem finanziellen Einsatz verbundenen Nervenkitzel, nannten die Befragten als weitere Gründe. Insgesamt jeder Fünfte, in der jüngeren Altersgruppe sogar jeder Dritte, hält sich für einen Kryptokenner. Die Ersteller der Studie vermuten hier allerdings Selbstüberschätzung, zurückzuführen auf die häufige Berichterstattung über das Thema in den Medien.

Tatsächlich sind mit Kryptowährungen neben den starken Kursschwankungen weitere Risiken verbunden, die bei anderen Formen der Geldanlage bislang unbekannt waren. So haben Cyberkriminelle Schadsoftware entwickelt, die Bitcoins & Co direkt aus den Wallets der Eigentümer stiehlt . Scharfe Kritik an Kryptowährungen kommt von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Deren Generaldirektor Agustín Carstens kritisierte , Währungen wie der Bitcoin seien zu "einer Kombination aus Spekulationsblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe" geworden.