Digital Health

Die Ada-Selbstdiagnose kommt in die deutschen App Stores

Planloses Symptomegoogeln ist auch nicht gesund. Besser ist eine von Experten entwickelte Health-App. Sie stellt die richtigen Fragen und trifft eine realistische Diagnose.

09.11.2017
Quelle: Ada Digital Health Ltd
Quelle: Ada Digital Health Ltd

Ada wurde 2016 in Berlin aus der Taufe gehoben, zunächst jedoch für den englischsprachigen Markt großgezogen. Die gemeinsam mit Ärzten und medizinischen Wissenschaftlern entwickelte App hilft herauszufinden, was einem fehlt.

Basis ist ein Anamnesedialog, der, angebunden an eine strukturierte Symptomdatenbank, zu den am nächsten liegenden Gründen des aktuellen Unwohlseins führt.

Jetzt ist "die Gesundheitshelferin" für iOS und Android auch auf Deutsch verfügbar, für private Nutzer sogar gratis. Einnahmen will das Startup Ada Health aus der Zusammenarbeit mit Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und Versicherungen generieren. Der Datenschutz wird dabei jedoch hochgehalten, die privaten Daten werden laut FAQ nicht weitergeben, sondern passwortgeschützt in der Cloud gespeichert.

Investoren wie der KI-Experte William Tunstall-Pedoe , Miterfinder von Amazons Alexa, der US-Milliardär Len Blavatnik und der Berliner Tech-Fonds Cumberland VC sponsern die Weiterentwicklung in der ersten Finanzierungsrunde mit insgesamt 47 Millionen US-Dollar. Ada soll aber nicht nur Ärzten diagnostische Entscheidungshilfen liefern, sondern gerade auch dort zum Einsatz kommen, wo Menschen keinen Arzt in der Nähe haben. In Großbritannien enthält die App das Zusatzfeature, im Anschluss an die von Ada ermittelte Ersteinschätzung mit einem echten Arzt zu chatten. Dabei können die Patienten auch Fotos hochladen.

Ada ist nicht die erste App ihrer Art. Der 2013 von AKS Aeskulab für iOS-Geräte entwickelte Anamneseguide wird jedoch nicht mehr weiterentwickelt. Die Universität Münster listet auf ihrer Themenseite weitere Diagnose-Apps, die sich in erster Linie an Ärzte und Mediziner richten.

Für Kranke ohne Smartphone gibt es auch die Netdoktor-Webseite , die ihre Symptome checkt. Und Baden-Württemberg hat erst vor Kurzem dem Münchner Startup Teleclinic reine Fernbehandlungen am PC gestattet.

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