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Communication & Networks

Der Quic-Traffic im Internet nimmt stark zu

Das Transport-Protokoll Quic von Google kommt allmählich in die Gänge: Je nach Netzwerk macht es mittlerweile bis zu 9% des gesamten Internetverkehrs aus, wie neue Daten belegen.

09.04.2018 Roland Freist
Quelle: Jan Rüth, Ingmar Poese, Christoph Dietzel, Oliver Hohlfeld
Quelle: Jan Rüth, Ingmar Poese, Christoph Dietzel, Oliver Hohlfeld

Vor rund sechs Jahren stellte Google das Protokoll Quic als Alternative zu verschlüsselten TCP-Verbindungen vor. Eine neue Untersuchung von Forschern der RWTH Aachen, der TU Berlin und der Benocs GmbH zeigt nun, dass sich die Zahl der IP-Adressen, die Quic unterstützen, seit 2016 nahezu verdreifacht hat. Gleichzeitig hat sich der Anteil von Quic am gesamten Internetverkehr auf Werte zwischen 2,6 % und 9,1 % erhöht, und zwar je nach betrachtetem Netzwerk: 2,6 % ergaben sich bei der Untersuchung eines großen europäischen Internet-Knotens. Dabei fiel auf, dass 60 % des dortigen Quic-Traffics von Akamai verursacht wurde, denn der Online-Konzern hat das Protokoll in seine Software Media Acceleration zur Beschleunigung von Videostreaming eingebaut. 9,1 % Quic-Anteil wurden im Mobilfunknetz eines großen europäischen Providers gemessen.

Quic steht für "Quick UDP Internet Connections." Wie der Name schon sagt, nutzt es das User Datagram Protocol (UDP), um so vor allem den Verbindungsaufbau zu beschleunigen. Anders als TCP/IP wird es nicht auf Betriebssystem-Ebene implementiert, sondern in die Anwendungen integriert. So arbeiten beispielsweise der Browser Google Chrome und die Android-Apps von Google mit Quic. Das Protokoll wird seit 2016 von einer einer Arbeitsgruppe der internationalen Internet Engineering Task Force (IETF) standardisiert.