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Research & Innovation

Der Laser verpasst dem Handy neue Energie

Forscher aus Seattle, USA, haben ein innovatives Ladesystem entwickelt: Dabei lädt ein Laserstrahl eine Energiezelle auf der Rückseite des Smartphones auf.

07.03.2018 Roland Freist
Quelle: Mark Stone/University of Washington
Quelle: Mark Stone/University of Washington

Die University of Washington in Seattle hat ein System vorgestellt , mit dem sich Smartphones und andere Geräte über einen Laser aufladen lassen. Zu diesem Zweck haben die Wissenschaftler um die Professoren Shyam Gollakota und Arka Majumdar auf der Rückseite eines Telefons eine 5 x 5 cm große Energiezelle angebracht, die aus Photovoltaikzellen besteht. Auf diese Zelle wird ein Laser ausgerichtet, der aktuell eine Distanz von etwa 4,3 Metern überwinden kann. Laut den Entwicklern lässt sich das System jedoch erweitern, so dass der Laserstrahl aus einer Entfernung von 12 Metern eine Fläche von 100 Quadratzentimetern treffen würde.

Um Verletzungen vorzubeugen, ist der Laser von vier Lichtschranken umgeben, deren Strahlen von kleinen, mit einem 3D-Drucker erzeugten Reflektoren zurückgeworfen werden und bei Unterbrechungen das Gerät sofort abschalten. Laut dem Paper , das die Wissenschaftler zu ihrer Entwicklung veröffentlicht haben, reagiert diese Abschaltung so schnell, dass es für Menschen unmöglich ist, vom Laserstrahl getroffen zu werden.

Übertragen wird eine durchgängige Leistung von 2 Watt, womit das kabellose Laser-Ladegerät Telefone genauso schnell aufladen soll wie ein USB-Kabel. Bei diesen Angaben sind allerdings Zweifel angebracht: Die bereits erhältlichen Qi-Ladegeräte, mit denen sich Smartphones per Induktionsenergie laden lassen, arbeiten mit einer Standardleistung von 5 Watt und benötigen spürbar länger für den Ladevorgang.