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Digital Health

Der digitale Netzhaut-Scan lässt tief blicken

Ob sie an Diabetes leiden, werden Patienten der Medizinischen Universität Wien künftig durch eine Untersuchung am Auge erfahren. Möglich macht es eine künstliche Intelligenz, die riesigen Datenmengen eines digitalen Netzhaut-Screenings auswertet und damit die Diagnostik revolutioniert.

13.12.2017
Gehirn Gedächtnis Künstliche Intelligenz

Optische Kohärenztomografie nennt sich das Verfahren , das die Wiener Mediziner in einer Kooperation der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, der Universitätsklinik für Innere Medizin III und der klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel entwickelt haben. Dabei entstehen binnen 1,2 Sekunden 40.000 Scans mit einem Gesamtvolumen von 65 Millionen Voxels.

Auf künstlicher Intelligenz basierende Algorithmen analysieren diese Daten anschließend. Die von der Netzhaut gelieferten Daten erlauben über die Diabetes-Diagnose hinaus einen Blick auf etliche weitere medizinische Lebensdaten des Patienten. Die Mediziner hoffen, künftig mit dieser Technologie auch Erkrankungen von inneren Organen wie etwa der Nieren, aber auch altersbedingte Probleme und neurologische Erkrankungen diagnostizieren zu können.

Die Digitalisierung der Medizin beschränkt sich aber nicht auf Diagnoseverfahren. Grundsätzlich stehen Patienten sogar Therapien und Operationen offen gegenüber, die von Robotern ausgeführt werden. Im Gespräch ist außerdem eine digital vernetzte Patientenakte , um eine Brücke zwischen Diagnose und Therapie auf der einen und medizinischer Forschung auf der anderen Seite zu schlagen.