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Workplace Ecosystem

DAX-Bosse scheuen die sozialen Netzwerke

Bei der Digitalisierung mögen DAX-Konzerne Vorreiterrollen einnehmen, in Sachen moderner Kommunikation hinken sie jedoch hinterher: Nur 23 % der DAX-CEOs nutzen soziale Netzwerke. Zur Ehrenrettung tragen vor allem die Frauen in den Vorständen bei.

27.02.2018 David Schahinian
Quelle: Oliver Wyman Digital DAX-Analyse
Quelle: Oliver Wyman Digital DAX-Analyse

"Alles wird digital – bis auf den Chef", titelt die Beratung Oliver Wyman angesichts der Ergebnisse ihrer Analyse "Digital DAX" : Nur 7 der 30 deutschen DAX-Vorstandchefs sind in sozialen Netzwerken aktiv. Ihre österreichischen und Schweizer Kollegen zeigen sich da deutlich aufgeschlossener: Dort sind jeweils mehr als doppelt so viele Leitindex-CEOs bei Facebook, Twitter und Co.

Immerhin liegt in den DAX-Vorständen insgesamt die Quote mit 52 % deutlich höher. Vor allem Diversität zahle sich aus, so ein weiteres Ergebnis der Analyse: Frauen und Nicht-Deutsche zeichnen sich durch höhere Social Media-Aktivität aus. Insgesamt nutzen sogar 74 % der weiblichen DAX-Vorstände die modernen Kommunikationsmittel, bei den Männern sind es nur 40 %. Die sozialen Medien seien aber wichtige Plattformen für den gesellschaftlichen Dialog, argumentieren die Berater für eine stärkere Präsenz der Vorstände. Daimler-CEO Dieter Zetsche hätte zudem 2017 bewiesen, dass das Interesse groß ist: Innerhalb von neun Monaten sammelte er knapp 80.000 LinkedIn-Kontakte.

Wenn man es positiv sehen will, bleiben den Angestellten angesichts dieser Befunde zumindest Kontaktanfragen ihrer Chefs in den Netzwerken meist erspart. Im Netz wird derzeit immer häufiger diskutiert , ob man eine solche Anfrage gegebenenfalls ablehnen darf – und wenn ja, wie. Man darf, sagt der Kommunikationstrainer Alexander Plath in der "Welt" . Die Ablehnung sollte aber begründet werden.

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