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Data Center, Server & Storage Solutions

Das erste Data Center mit Windkraft läuft

Das Unternehmen WestfalenWind und seine Projektpartner betreiben in Lichtenau bei Paderborn einen Rechenknoten und Datenspeicher in einer Windkraftanlage.

13.03.2018 David Schahinian
Quelle: WestfalenWIND IT
Quelle: WestfalenWIND IT

Das Projekt Windcores soll die Rechenleistung nachhaltiger und wirtschaftlicher machen, indem die Erzeugung erneuerbarer Energien und der durch die Digitalisierung steigende Energiebedarf in Einklang gebracht werden. Der Strom wird direkt am Ort der Gewinnung genutzt, ebenso die vorhandenen Infrastrukturen. Nach Herstellerangaben lassen sich die Stromkosten so auf bis zu 15 Cent pro Kilowattstunde reduzieren. Wie die "Neue Westfälische" berichtet , soll das Serverzentrum zu 90 % mit Windstrom versorgt werden.

Im Fuß des Stahlbetonturms der Windkraftanlage auf einem Feld bei Lichtenau im Kris Paderborn sind vier feuerbeständige IT-Sicherheitsschränke untergebracht. Die Daten sind sowohl gegen Elektromagnetismus als auch vor fremdem Zugriff geschützt. Eine Skalierung ist durch die Vernetzung mehrerer Windcores möglich. Das Konzept, das der Projektpartner DTM Group beim MittelstandsWiki ausführlich erklärt, ist zum Patent angemeldet. Erster Mieter und Kunde ist die Universität Paderborn.

Kluge Lösungen für den wachsenden Energiehunger sind zweifelsohne nötig: Nach Berechnungen des Borderstep-Instituts liegt der Bedarf der Rechenzentren in Deutschland bei 12,4 Milliarden kWh pro Jahr. Rechenzentrumsexperte Dr. Ralph Hintemann geht von einem weltweit steigenden Energiebedarf der Data Center um mehr als 60 % in den nächsten zehn Jahren aus.