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Research & Innovation

Das Crowdsensing wird zum Gesundheitshelfer

Sensoren in Smartphones können mittlerweile allerlei Daten über ihre Benutzer erfassen, sofern diese zustimmen. Wissenschaftler arbeiten daran, daraus mittels des sogenannten Crowdsensing medizinisch verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen.

27.12.2017
Quelle: Elvira Eberhardt
Quelle: Elvira Eberhardt

Gemeinsam mit Forschern aus Konstanz haben Wissenschaftler der Universität Ulm Apps entwickelt, die beispielsweise die Stressbelastung in der Schwangerschaft erfassen. In einem anderen Projekt wurden Kindersoldaten in Afrika mit Hilfe digitaler Fragebögen zu Traumaerfahrungen und Gewalterlebnissen befragt.

"Die Papierfragebögen hätten die Wissenschaftler nie über die Grenze bekommen", sagt Professor Manfred Reichert, Leiter des Instituts für Datenbanken und Informationssysteme an der Uni Ulm. Die digital erfassten Daten seien dagegen sofort im Netz und damit zur Auswertung verfügbar gewesen.

Die Wissenschaftler setzen auf generische Methoden und Konzepte, um Nutzeroberflächen einfach und passgenau für die jeweiligen Fragestellungen zu gestalten. Die Smartphone-Nutzer sollen gleichfalls profitieren: Die gewonnenen Daten können ihnen helfen, die eigene Krankheitssituation besser einzuschätzen. Eine passgenaue Information über spezifische Behandlungsmöglichkeiten soll ebenfalls möglich sein.

Auch die Bundesregierung forscht im Rahmen ihrer Hightech-Strategie an Crowdsensing-Technologien, etwa bei der Gefahreneinschätzung von Großveranstaltungen.

"Selbst wenn nur 3 % der Besucher einer Massenveranstaltung mit einer Datenweitergabe einverstanden sind, reicht das völlig aus, um zu ermitteln, wo möglicherweise eine Gefahr droht", hieß es bereits 2014 in einer Mitteilung .