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Workplace Ecosystem

Corporate Architecture sollte nicht unterschätzt werden

Ein hippes Interieur mag schön aussehen. Es kann einer Firma aber mehr schaden als nutzen, wenn es nicht den Anforderungen der Mitarbeiter und dem Unternehmenskern entspricht.

20.03.2018 David Schahinian
Quelle: Christian Krinninger
Quelle: Christian Krinninger

Neue Situationen erfordern neue Wege: Die Arbeitswelt ändert sich derzeit grundlegend hin zu neuen Führungsstilen, agilen Methoden und einer Zunahme an Kommunikation. Bei einer Neugestaltung der Büroflächen oder der Anmietung von Coworking Spaces lassen sich Unternehmen aber oft von schönen Designs und globalen Images blenden, sagt Geschäftsführer Timo Brehme vom Architektur- und Beratungsunternehmen CSMM. Damit die neue Corporate Architecture gelebt werden kann, müsse sie aber die individuellen Arbeitsabläufe berücksichtigen. Er rät daher, zunächst Kommunikationsflüsse, Mitarbeiterbedürfnisse und die Unternehmenskultur zu analysieren, um ein Mobiliar zu wählen, das den Anforderungen im Betrieb entspreche.

Bei Coworking Spaces ist ebenfalls Vorsicht geboten. Das Geschäft boomt zwar: Allein in Berlin, München, Köln, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart wurden 2017 nach CSMM-Angaben rund 215.000 Quadratmeter Coworking-Fläche vermietet. Kunden sind meist multinationale Konzerne und etablierte Unternehmen. Die Anbieter machen laut CSMM jedoch oft viele Vorgaben, um ein stimmiges Gesamtkonzept zu erstellen. Unternehmen sollten daher vorab prüfen, inwieweit sie sich unterzuordnen haben.

Wie einflussreich Corporate Architecture auch bei der Mitarbeitersuche sein kann, haben Forscher 2017 nachgewiesen: Sie beeinflusst die Präferenzen potenzieller Bewerber. "Studierende wären im Durchschnitt bereit, auf 10 % ihres Jahreseinkommens zu verzichten, wenn sie in einer harmonisch-modernen statt in einer klassisch-soliden Architektur arbeiten können", schreibt Katharina Radermacher von der Universität Paderborn.

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