Artificial Intelligence

Chinesen reden lieber als zu tippen

In China ziehen immer mehr Menschen die Spracheingabe dem Tippen von Texten auf dem Smartphone vor. Marktführer ist die kostenlose App iFlytek Input, die selbst Behörden nutzen.

05.12.2017
Quelle: IFLYTEK
Quelle: IFLYTEK

Spracheingabe ist in China längst normal, nur wenige Menschen nutzen für Mitteilungen noch die Tastatur ihres Smartphones. Die beliebteste Sprach-App heißt iFlytek Input, und sie wandelt das Gesprochene nicht nur in Zeichen um, sondern übersetzt auch mit solcher Genauigkeit, dass sie von Unternehmen und Behörden genutzt wird: iFlytek beantwortet Anfragen von Kunden und Patienten, übersetzt die Kommunikation mit ausländischen Mitarbeitern oder stellt diktierte Rezepte aus.

Die Software übersetzt vom Englischen in Mandarin und umgekehrt, sowie von Mandarin ins Koreanische und Japanische. Zudem erkennt sie Spracheingaben von 22 chinesischen Dialekten. Die kostenlose App kommt auch mit Handschrift klar und für diejenigen, die noch tippen, mit Tastatureingaben. Ihre Genauigkeit liegt bei 98 %, was sie maschinellem Lernen auf Basis künstlicher neuronaler Netze und einer Unmenge gesammelter Spracheingaben verdankt, und soll sich innerhalb der nächsten drei Jahre auf 99 % erhöhen.

Die App wurde 2010 von dem KI-Unternehmen iFlytek eingeführt. Die im ostchinesischen Hefei ansässige Firma will weitere Sprachen bedienen und hat bereits eine Tochtergesellschaft in den USA. Im August brachte iFlytek einen Sprachassistenten für Autofahrer heraus und Anfang November das Smartphone Smartisan Nut Pro 2 mit vorinstallierter iFlytek-Spracheingabe.

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