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Communication & Networks

Beim Breitband ändern sich die Machtverhältnisse

Die anstehende Übernahme europäischer Liberty-Töchter durch Vodafone ist einer der größten Deals der letzten Jahre. Telekom und Unity Media bezeichnen die Fusion als wettbewerbswidrig.

25.06.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Vodafone
Quelle: Vodafone

Vodafone verleibt sich nach Kabel Deutschland jetzt auch große Teile des europäischen Breitbandgeschäfts ein. Der Mobilfunkgigant übernimmt von der US-Firma Liberty Global den deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia aus Köln und zusätzlich die Geschäfte in Ungarn, Tschechien und Rumänien. Der Deal ist 18,4 Milliarden Euro schwer und soll bis Mitte nächsten Jahres unter Dach und Fach sein. So lange dauert erwartungsgemäß das Genehmigungsverfahren durch die EU-Kommission und das Bundeskartellamt.

Die Telekom warnte bereits im April vor einer Monopolisierung der Kabelnetze . Durch die Übernahme würden große Teile des bei der Privatisierung aufgespaltenen Kabelnetzes der alten Bundespost wieder vereint.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) ist der Ansicht, dass durch die Übernahme für Unitymedia kein Weg mehr an der Open-Access-Branchenlösung vorbei führt. Vodafones Ziel ist die Zusammenführung von Breitband, Mobilfunk, Festnetz und TV-Diensten. Doch Unity Media verweigert sich einer Öffnung seiner Netze, da diese, so Firmenchef Lutz Schüler, "den Infrastrukturwettbewerb unterminiere."