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Digitale Transformation

Automation kommt im Netzwerk an

Die Mehrheit der Unternehmen möchten in den kommenden zwei Jahren ihre Netzwerke stärker automatisieren. Von diesem Schritt versprechen sie sich eine Reihe von Vorteilen, dennoch gibt es auch Hindernisse wie Sicherheitsbedenken und hohe Einmalinvestitionen.

08.01.2018 Quelle: CRN Ulrike Garlet
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Quelle: Deutsche Telekom

Unternehmen aus der EMEA-Region sind mehrheitlich der Meinung, dass die Automation von Netzwerken Effizienz, Sicherheit und Service-Innovationen vorantreibt. Das ist das Ergebnis einer IDC-Studie, für die das Marktforschungsinstitut im Auftrag des Netzwerkspezialisten Juniper den Status von Projekten und Strategien zur Netzwerk-Automation untersucht hat. Die Studie beleuchtet die Einstellungen, Ergebnisse und Pläne in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Ländern der EMEA-Region hinsichtlich Netzwerk-Automation. Zwischen 58 und 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Netzwerk-Automation in irgendeiner Form innerhalb der nächsten zwei Jahre über unterschiedliche Netzwerksegmente hinweg einführen werden.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Netzwerk-Automation für viele Organisationen strategische Priorität besitzt: 77 Prozent der Studien-Teilnehmer bestätigen, dass derzeit entsprechende Kaufentscheidungen von IT- und Netzwerk-Entscheidern getroffen werden. Die drei wichtigsten Treiber für die Einführung von Netzwerk-Automation innerhalb von Unternehmen sind der Studie zufolge eine verbesserte Betriebseffizienz (43 Prozent), die Implementierung innovativer Services (41 Prozent) sowie optimierte Security-Fähigkeiten (34 Prozent).

Geschäftsvorteile durch stärker automatisierte Netze versprechen sich die befragten Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen. So erwarten 44 Prozent weniger menschliche Fehler, 43 Prozent gehen von reduzierten CAPEX- /OPEX-Kosten aus und 39 Prozent versprechen sich bessere Security-Level

Hindernisse der Automation

Bei der konkreten Implementierung von Netzwerk-Automation sind die Unternehmen dennoch bislang zurückhaltend. Als Gründe dafür geben sie Sicherheitsbedenken (41 Prozent), die Notwendigkeit steiler Lernkurven (39 Prozent) sowie hohe Einmalinvestitionen (38 Prozent) an. Diese Vor- und Nachteile mögen auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, unterstreichen nach Ansicht von Juniper aber den Zwiespalt bei vielen Beteiligten zwischen den möglichen Geschäftsrisiken und den Vorteilen der Netzwerk-Automation.

Vor allem die Erwartungen und Bedenken rund um automatisierte Netzwerk-Security hielten sich bei den Befragten fast die Waage. Manche sind zuversichtlich, dass die reduzierten Möglichkeiten für menschliche Fehler bei der Security-Implementierung und dem Security-Betrieb einen höheren Schutz für Daten und Anwender bedeuten. Andere hingegen sind besorgt, dass die Automation einen Kontrollverlust der IT über Geräte und Daten mit sich bringt, die zuvor geschützt waren.