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Wegweiser Mittelstand

Aspekt 2: Kompetenzen

Verbinden Sie die bestehenden Kompetenzen im Unternehmen mit den neuen Werten und Erfolgsmodellen der digitalen Welt!

18.01.2017
KMU Aspekt 2 -Kompetenzen
Bildquelle: Designed by Jannoon028 / Freepik

Neue Werte erkennen

Was hat sich durch die Digitalisierung geändert? Was definiert die neuen Werte und Erfolgsmodelle der digitalen Welt? Mit uneingeschränkter virtueller Collaboration beschleunigen Sie Entscheidungen und sparen Ressourcen. Durch zentrales Hosting und Teilen von Inhalten jeder Art sorgen Sie für Ordnung und vereinfachen die Kommunikation mit Personen, Organisationen und Märkten.

Mit der Überschreitung von Unternehmens- und Branchengrenzen erzeugen Sie Synergieeffekte und die Erweiterung des Kerngeschäfts. Über daraus entstehende Leistungen "aus einer Hand" schaffen Sie Mehrwerte für Ihre Kunden. Mit der Verlagerung von Verkauf, (digitalen) Services, (automatisierter) Interaktion, Beschaffung, Organisation, Personalsuche etc. in die Cloud (= Internet) machen Sie Ihr Unternehmen omnipräsent und erheben laufend Daten. Deren Auswertung "on the fly" ermöglicht Ihnen schnelle, faktenbasierte strategische und operative Entscheidungen.

Den Weg strategisch bestimmen

Bisherige Denk- und Betriebsmodelle laufen aus – sowohl im Geschäftsleben als auch in der Technologie. Mit der Digitalisierung und den damit einhergehenden oben beschriebenen Effekten können Sie in Ihrem Unternehmen neue, unternehmensweit einheitliche, agile und integrative Vorgehensweisen einführen. Das gilt für interne Projekte, für Kundenaufträge, für die Entwicklung von Geschäftsmodellen.

Das hat nicht zuletzt auch für die Entwicklung von Digitalstrategien Gültigkeit. Hier kommt es besonders auf die Integration der Protagonisten an. Verwaltung, Geschäftsleitung, Logistik, Personalverantwortliche, Produktion, Außendienst, IT-Verantwortliche – alle müssen an einem Strang ziehen und sollten daher von vornherein eine Art Super-Team bilden. Das Ziel: Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen einen Ressourcen-Pool, bei dem der Zugriff auf Ideen, Wissen, Funktionen und Daten nicht durch Barrieren in den Köpfen und in der IT behindert wird.

Initiative ergreifen

Aktivieren Sie das im Unternehmen vorhandene Digitalisierungs-Know-how, zum Beispiel in einem internen Workshop, um Grundlagenwissen gemeinsam zu erarbeiten. Auch schnell umsetzbare "Digitalisierungsfelder" können so gemeinsam identifiziert werden. Wenn Ihre Mitarbeiter abteilungsübergreifend an dem Workshop teilnehmen, führt das zu einer Art "Knowledge Mining".

Auch über die Recherche von guten Best-Practice-Beispielen lassen sich Ideen adaptieren und deren Inspirationsfaktor fließt in die eigene Vorgehensweise ein.

Strukturiert vorgehen

Bevor Sie Ihr Unternehmen – egal in welchem Bereich oder Umfang – digital transformieren, müssen Sie als erste Maßnahme den gewünschten Soll-Zustand klar beschreiben. Alle Beteiligten bekommen dann eine Vorstellung davon, wohin ihre Reise überhaupt gehen soll. Auch wenn Sie schon Digitalisierungsprojekte umgesetzt haben: Sie brauchen immer aufs Neue die Fantasie und den Mut, (wieder) ein gewisses Risiko einzugehen. Dazu gehört auch, scheinbar utopische Ideen durchzuspielen.

Übrigens: Erst wenn Sie die Zukunft Ihres Unternehmens aus der Geschäftsperspektive "neu gedacht" haben, können Sie auch den Anspruch an den Nutzen der für ein spezifisches Digitalisierungsprojekt nötigen IT klar definieren.

Reifegrad ermitteln

Verschaffen Sie sich Klarheit über den digitalen Ist-Zustand Ihres Unternehmens, zum Beispiel mithilfe eines Reifegradchecks. Das ist die Basis für alle weiteren Schritte. Das gilt auch, wenn Ihr Unternehmen bereits messbare Fortschritte bei der Digitalisierung vorweisen kann.

"Zwischenrevisionen" sind ein durchaus probates Mittel, nicht vom geplanten Weg in die Transformation abzukommen. Daraus lässt sich ableiten, auf welche Unternehmensbereiche (Abläufe, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftsmodell) Sie den Schwerpunkt der Digitalisierung legen sollten. Für die digitale Reifegradermittlung können Sie elaborierte Checks mit Auswertungsfunktion im Internet nutzen, um unternehmensrelevante Erkenntnisse schneller und effektiver zu analysieren und auch zu verdichten.

Gezielt verändern

Passen Sie auf der ersten Etappe zur digitalen Transformation die Unternehmenskultur an die Erfordernisse der digitalen Wirtschaft an. Das heißt konkret: Zusammenarbeit wird (noch) stärker priorisiert und digitale Arbeitsweisen lösen immer mehr traditionelle (papierbasierte) Systeme ab. Das Teilen von Wissen zu fachlichen Aspekten, über Kunden und Aufträge wird "state of the art" und Hierarchien werden sukzessive flacher organisiert.

Danach werden alle Prozesse auf Schlüssigkeit und Effizienz überprüft, wo nötig verändert, neu eingeführt – oder sie entfallen. Geschäftsabläufe werden digital unterstützt, um die Organisation zu vereinfachen, Ordnung besser halten zu können, Fehler zu vermeiden und die Arbeitszeit für das Kerngeschäft zu nutzen. Daten werden "maximal" umfassend digital erfasst und laufend automatisch ausgewertet.

Die IT-Abteilung bzw. externe IT-Dienstleister sorgen in Zusammenarbeit mit Ihren Fachabteilungen dafür, dass die geplanten Schritte auch technisch umgesetzt werden.

"Fazit <\/i>
Es kommt darauf an, dass Sie Ihr Unternehmen kontrolliert – sprich eigenbestimmt und in einer für alle Beteiligten beherrschbaren Geschwindigkeit – mit der digitalen Welt verbinden. Daher sollten Sie die Stationen der digitalen Transformation und die Reihenfolge, in der sie angelaufen werden, klar benennen. Diese Reihenfolge kann beispielsweise der aktuellen Marktsituation oder der Frage geschuldet sein, wo eigene Ressourcen und digitale Kompetenzen vorhanden sind.
Möglicherweise sind im Zuge der Digitalisierung auch individuelle Anforderungen wie die Zugehörigkeit Ihres Unternehmens zu einer Branche oder die Zusammenarbeit mit Zulieferern, Händlern oder Dienstleistern zu beachten.<\/i><\/td><\/tr>"

10 Prüfpunkte, an denen Sie festmachen können, inwieweit Sie die bestehenden Kompetenzen Ihres Unternehmens bereits mit den Werten und Erfolgsmodellen der digitalen Welt verbunden haben.

"10 Prüfpunkte<\/td><\/tr>1 <\/td>Wir wissen, dass die erfolgreiche Digitalisierung unseres Unternehmens die Veränderung unserer Denk- und Arbeitsweisen voraussetzt.<\/td><\/tr>2<\/td>Wir verknüpfen die Kernkompetenzen unseres eigenen Geschäfts bereits direkt mit digitalen Zusatzservices, die für unsere Kunden Mehrwert schaffen.<\/td><\/tr>3<\/td>In unserem Unternehmen sprechen Fachabteilungen untereinander und mit IT-Spezialisten offen über die Weiterentwicklung von Produkten, Angeboten, Kundenerlebnissen und die Möglichkeiten, anfallende Daten ad hoc in konkretes Wissen zu verwandeln.<\/td><\/tr>4<\/td>Wir sammeln laufend für unser Geschäft relevantes internes und externes Digitalisierungswissen in einem zentralen Pool, auf den Geschäftsleitung, Fachabteilungen und IT-Verantwortliche orts- und zeitunabhängig Zugriff haben.<\/td><\/tr>5<\/td>Wir planen unsere Digitalisierungsmaßnahmen gut im Voraus und definieren jeweils klare Ziele, deren Erreichung wir in regelmäßigen Intervallen kontrollieren. <\/td><\/tr>6<\/td>Wir überprüfen den digitalen Reifegrad unseres Unternehmens in Checks, Gesprächen mit Experten und durch den Vergleich mit Entwicklungen unserer Branche bzw. des Wettbewerbs.<\/td><\/tr>7<\/td>Bei uns bekommen auf Digitalisierung beruhende Verfahren und Methoden auch nach kontroverser Diskussion eine Chance, sich in der Praxis zu bewähren.<\/td><\/tr>8<\/td>Wir haben bereits eine Timeline entwickelt, auf der zu Ende gedachte und im Detail geplante Digitalisierungsschritte in Abhängigkeit ihrer Bedeutung und Auswirkung für das Geschäft platziert sind.<\/td><\/tr>9<\/td>Unsere Digitalstrategie und der Umsetzungsverlauf werden laufend auf Sinn und Erfolg überprüft. Wir sind jederzeit in der Lage, Fehlentwicklungen zu erkennen und Kurskorrekturen vorzunehmen.<\/td><\/tr>10<\/td>Bei uns ist die Entwicklung geschäftlicher Ideen im Kontext der Digitalisierung der Auslöser für die Implementierung neuer Technologien – nicht umgekehrt.<\/td><\/tr>"