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Artificial Intelligence

Armaturenbrett gewordene Künstliche Intelligenz

Ein Auto wie ein digitales Schweizer Taschenmesser: Das Elektro-SUV "Byton Concept" fährt nicht nur elektrisch, es strotzt geradezu vor Künstlicher Intelligenz. Ob es zum Fahren taugt, wird sich zeigen.

19.01.2018
BYTON_Concept_car
BYTON Concept car

Wir leben in bewegten Zeiten, sowohl weltpolitisch als auch technologisch. Im zweitgenannten Segment vollzieht sich derzeit eine Entwicklung, die wir rund zwei Jahrzehnte zuvor im Bereich der Fotografie beobachten konnten. Wer erkennt im passenden Augenblick die Zeichen der Zeit und setzt dabei auf das richtige Pferd? Während ein Global Player wie Kodak von der technologischen Zeitenwende in den Abgrund gerissen wurde, haben Unternehmen wie Canon oder Nikon den Wandel unbeschadet überstanden, ehemals eher unbedeutende Anbieter in dem Segment, wie Sony, sind in den Spitzenbereich aufgestiegen - als eigentliche Gewinner aber sind die innovativen Newcomer zu nennen, die wie GoPro ganz neue fotografische Bereiche erschlossen haben und damit sehr erfolgreich sind. Lange Herleitung, kurzer Sinn: Einen vergleichbaren Prozess durchläuft gerade im Moment die Automotive-Industrie.

Während die etablierten Anbieter ganz unterschiedliche Signale senden, wie ernst sie diesen Prozess nehmen - und dabei häufig zögerlich wirken -, gehen junge, oftmals neu gegründete Unternehmen derzeit in die Vollen. Versprach bisher vor allem Tesla, den neuen Weg als Vorreiter erfolgreich zu gehen, sind jüngst auch andere Namen in der Verlosung. Das gerade erst vorgestellte Elektro-SUV "Byton Concept" der chinesischen Future Mobility Corporation (FMC) ist Zukunft pur. Wenn es so auf die Straße kommt, wie geplant, fährt es nicht nur elektrisch und vollkommen autonom - es steckt auch voll weiterer digitaler Gimmicks auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz. Das Armaturenbrett wird endlich wieder seinem Namen gerecht, zumindest, was das brettige angeht. Auf einem 1,25 Meter breiten Bildschirm informiert das "Byton Concept" über alles Sinnige und Unsinnige, was Sensoren und Datenbanken heute so hergeben. Das Fahrzeug erkennt seine Fahrer, lernt deren Vorlieben und kommuniziert beinahe auf Augenhöhe. Man darf gespannt sein, ob die digitale Intelligenz sich ähnlich vorwitzig geben wird, wie seinerzeit K.I.T.T gegenüber Michael Knight. Noch mehr aber darf man gespannt sein, wie die Landschaft der Automobil-Hersteller in 20 Jahren aussehen wird.

Video

Future Mobility Corporation (D-85737 Ismaning)
Website: www.byton.com