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Media & AdTech

An der Onlinewerbung kommen Zweifel auf

Procter & Gamble, der größte Werbetreibende der Welt, fährt seine Ausgaben für Onlinewerbung weiter zurück, weil sie übersehen wird. Auch Unilever droht mit Kürzung.

10.04.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Shutterstock.com

Für P&G ist die Sache klar: Digitale Werbung zahlt sich nicht aus. Zu diesem Schluss kommt Markenchef Marc Pritchard, nachdem er die Ausgaben für Internet-Werbung um 200 Millionen Dollar gekürzt hatte und bei Marken wie Ariel, Wick oder Head & Shoulders keine Verkaufsrückgänge auftraten. Pritchard hatte Digitalkonzerne wie Google und Facebook letztes Jahr zu mehr Transparenz aufgefordert. Laut dem "Wall Street Journal" ist Facebook dem nachgekommen, und Pritchard hat nun den Beweis, dass Onlinewerbung teilweise kaum mehr als 1,7 Sekunden gesehen wird.

Auch Unilever will mit der Drohung, seine Werbeausgaben zurückzufahren, Druck auf die großen Online-Werbeträger ausüben. Marketing-Boss Keith Weed will Facebook und Google so zwingen , Fake News, Hassreden und spaltende Inhalte von ihren Plattformen zu eliminieren. Insbesondere auf YouTube hat Unilever seine Werbeausgaben zurückgefahren. Aus denselben Gründen hatten letztes Jahr u. a. Johnson & Johnson, Verizon und AT&T ihre YouTube-Werbung ausgesetzt.