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Channel & Distribution

Amazon dominiert den deutschen Onlinehandel

46% des Onlineumsatzes in Deutschland entfielen 2017 auf Amazon inklusive Marketplace. Insgesamt wuchs der Onlinemarkt mit 10,5 % stärker als erwartet – und noch scheint kein Ende abzusehen.

16.05.2018 David Schahinian
Quelle: Handelsverband Deutschland
Quelle: Handelsverband Deutschland

Laut dem aktuellen Online-Monitor 2018 des Handelsverbands Deutschland (HDE) "ist keine Sättigungsgrenze in Sicht." Besonders wachstumsstark waren 2017 sogenannte schnelldrehende Produkte (Fast Moving Consumer Goods, FMCG) wie Nahrungsmittel, außerdem Wohnen & Einrichten sowie Heimwerken & Garten. Wachstumsimpulse kommen von älteren Online-Shoppern und vom Amazon Marketplace: 25 % des Onlineumsatzes entfallen auf ihn, mit 2,1 Milliarden Euro verzeichnete er auch das mit Abstand größte Umsatzwachstum. Außerdem gewinnt Mobile weiter an Bedeutung: Das Smartphone ist mittlerweile der wichtigste Zugang zum Kunden.

Der Report zeigt auch, dass die Onlineaffinität in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt ist. So sind die Onlineausgaben im Süden Deutschlands überdurchschnittlich, im Osten dagegen größtenteils unterdurchschnittlich. Tendenziell ist der Anteil der Online-Shopper in Großstädten ein wenig höher als in kleineren Städten.

"Gut sein reicht nicht mehr", titelte die Deutsche Welle im Hinblick auf kleinere Onlineshops angesichts der Dominanz von Amazon, Otto, Zalando & Co. Mit strukturierten Webseiten, ansprechenden Produktbildern und gängigen Zahlungsmodalitäten steche man heutzutage nicht mehr heraus, so Gero Becker vom Institut für Handelsforschung (IFH) Köln. Chancen zur Abgrenzung hätten kleinere Händler mit der Besetzung von Nischenmärkten und bei der persönlichen Kundenansprache.