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Job & Career

Algorithmen nehmen Personalern die Arbeit ab

Robot-Recruiting gehört bei Stellenbesetzungen längst dazu. Bislang suchten die Algorithmen vor allem passende Kandidaten im Netz. Inzwischen führen sie erste Bewerbungsgespräche oder erstellen sogar Persönlichkeitsprofile.

25.01.2018 Isabelle Reiff
Quelle: IBM
Quelle: IBM

Tschüss Lebenslauf, hallo Chatbot – bei der Telekom unterhalten Bewerber sich als Erstes mit einer Software. Die kann zig Aspiranten gleichzeitig ausfragen und hat keine Probleme mit Einwort- oder ganz direkten Fragen nach dem Einstiegsgehalt. Das Einsenden eines Lebenslaufs erübrigt sich. Befürworter betonen, dass so Vorurteile keine Chance mehr hätten.

Bei geschriebenen Texten schließt inzwischen Personality Insights , eine IBM-Watson-Anwendung, gleich auf den Charakter. Basis ist das sogenannte Fünf-Faktoren-Modell, ein international gebräuchlicher Persönlichkeitstest, bei dem bestimmte Begriffe Rückschlüsse auf Wesenszüge zulassen sollen.

Die Sprachanalyse-Anwendung der Aachener Firma Precire schließlich hört aus gesprochenem Text sogar die emotionale Verfassung heraus, analysiert sprachliche Auffälligkeiten und erkennt mentale Belastungen. Die Datenbasis der Software hat ein Team aus Psychologen, Linguisten und Datenanalysten geschaffen: 5500 Probanden wurden dazu mit diversen Psychotests analysiert. Diese Ergebnisse dienen zusammen mit den entsprechenden Sprachproben als Vergleichsparameter.