Cookies

Die Deutsche Messe verwendet Cookies, um die Website bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Besucher anpassen zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Infos zum Datenschutz

OK
New Tech & Disruptive Technologies

Alexa, weißt Du, was Dir noch fehlt?

Auf der CEBIT 2018 zeigt das Karlsruher Startup thingsTHINKING, wie es die Fortschritte der künstlichen Intelligenz dazu nutzt, Maschinen ein menschenähnliches Textverständnis beizubringen.

30.04.2018
thingsTHINKING_KI
thingsTHINKING KI

Spätestens seit 1968, mit dem Erscheinen von Stanley Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum", steht unsere Vorstellung im (Welt-)Raum, wie die verbale Kommunikation zwischen Mensch und Maschine dereinst aussehen wird. Auch wenn die Geschichte um HAL 9000 kein so gutes Ende nimmt - der Weg zum KI-befeuerten "Gesprächspartner" scheint vorgegeben. Was das Karlsruher Startup thingsTHINKING, eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), auf dem Gemeinschaftsstand "Baden-Württemberg International" in Halle 14 der CEBIT 2018 präsentiert, könnte ein Meilenstein auf diesem Weg sein: Die NLP Semantic Processing Platform, eine Künstliche Intelligenz (KI), die die Semantik von Sprache versteht, soll ähnlich wie der Mensch unstrukturierte Informationen verarbeiten können.

Um ihre Entwicklung so weit zu bringen, mussten die Gründer von thingsTHINKING, Dr. Mathias Landhäußer und Dr. Sven J. Körner, erst erkennen, dass Machine Learning, Statistik und andere seit Jahren bestehende Ansätze die Lücken in der Mensch-Computer-Interaktion nicht schließen werden. Jedenfalls so lange nicht, wie Maschinen die Kommunikation lediglich mathematisch-statistisch erfassen, ohne die Bedeutung von natürlicher Sprache wirklich zu verstehen. Man denke nur an Ludwig Wittgensteins ebenso einfache wie geniale Erklärung, dass die Bedeutung eines Wortes sein Gebrauch in der Sprache sei. Doch das wird eben entscheidend von der Lebensform der Kommunizierenden beeinflusst, und da gibt es ja - noch? - beträchtliche Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen. Im Vergleich zu bisherigen Methoden im NLP/NLU (Natural Language Processing/Understanding), will deshalb die Semantic Processing Platform von thingsTHINKING jetzt tatsächlich die Semantik der natürlichen Sprache der Lebensform Mensch verstehen, verarbeiten und verwenden - und so für eine Vielzahl von Anwendungsfällen einsetzbar sein. Die vorgestellte Software soll Mängel - wenn man es so nennen will - der natürlichen Sprache erkennen und kompensieren können. Einsatzmöglichkeiten bestehen im Industrie-4.0-Umfeld, bei Software-Herstellern und auch bei Beratungsunternehmen. Zukünftig könnte beispielsweise der Kundendienst mit virtuellen Assistenten verbessert werden oder eine LegalTech-Lösung bei Entscheidungen und der Interpretation von Verträgen helfen.

thingsTHINKING GmbH (D-76131 Karlsruhe), Halle 14, Stand H08