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Security

Ahnungslose Anwender

Die meisten Internetnutzer in Deutschland haben noch nie etwas von Erpressung durch Schadprogramme gehört. So steigt die Gefahr, dass sich die Anwender nicht ausreichend gegen die Gefahr schützen können oder im Ernstfall falsch reagieren.

11.12.2017 Quelle: CRN Elke von Rekowski
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Quelle: G Data

Im Mai 2017 wurden mehr als 200.000 Computer durch Wannacry lahmgelegt, eine Software, die Lösegeld für die eigenen Daten forderte. In Deutschland wissen aber nur vier von zehn Internetnutzern (40 Prozent), dass es solche sogenannte Ransomware gibt. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Internetnutzern im Auftrag des Bitkom. »Wer sich im Internet bewegt, der muss sich auch über mögliche Bedrohungen informieren. Schon mit wenigen Maßnahmen kann man sich schützen oder Schaden minimieren«, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.

Jeder zweite Internetnutzer (52 Prozent), der vom Begriff Ransomware schon einmal etwas gehört hat, fürchtet sich davor, Opfer einer solchen digitalen Erpressung zu werden. Aber nur rund jeder Zweite der Ängstlichen (56 Prozent) bereitet sich aktiv auf solche Angriffe vor, etwa durch regelmäßige Backups seiner Daten. 41 Prozent haben laut eigener Angaben trotz ihrer Sorgen keine besonderen Schutzmaßnahmen ergriffen. »Ob nach Bezahlung des verlangten Lösegelds die Daten wirklich entschlüsselt werden, ist höchst ungewiss. Auch deshalb sollte sich niemand auf eine solche Erpressung einlassen«, so Rohleder.

Anwendern empfiehlt der Verband, ihren PC mit einer starken Firewall und Virenschutzprogrammen gegen unbefugte Zugriffe wappnen und regelmäßige Backups durchführen. »Dann kann im Notfall diese Sicherungskopie auf den Computer aufgespielt werden, so dass der Schaden gering bleibt«, so Rohleder. Kommt es zu einem solchen Angriff durch Ransomware, sollten sich die Opfer an die Behörden zu wenden. Hierfür gibt es bei den Landeskriminalämtern eine Zentrale Ansprechstelle Cyberkriminalität ( ZAC ).