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Abmahnungen im Online-Handel nehmen zu

Beim Kampf um die Kunden wird im Internet mit immer härteren Bandagen gekämpft. Das legt eine Studie des Händlerbundes nahe, der zufolge fast jeder dritte Online-Händler im vergangenen Jahr eine Abmahnung bekam.

23.04.2018 David Schahinian
Quelle: Händlerbund
Quelle: Händlerbund

Der Händlerbund befragte für seine Analyse insgesamt 524 Online-Händler. 84 % von ihnen konstatierten, dass sich der Wettbewerbsdruck in der Branche verstärkt hat. 28 % erhielten 2017 mindestens eine Abmahnung, bei 13 % waren es sogar drei oder mehr. Gründe dafür können beispielsweise ein fehlerhaftes Impressum, intransparente Preisangaben oder unlautere Werbeaussagen sein, erklärt der Verband. Tatsächlich war das Wettbewerbsrecht mit 57 % der häufigste Grund für Abmahnungen. Vielen scheint das aber nicht mehr zu reichen: Die Zahl der Abmahnungen, die vor Gericht landen, hat sich im letzten Jahr verdreifacht, und sie könnte weiter steigen: Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung rechtsverbindlich in Kraft. Sie regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten neu und sieht bei Verstößen hohe Strafen vor.

Der Händlerbund fordert ein stärkeres Miteinander in der Branche. Bisher sei es "leider keine Ausnahme", dass Mitbewerber aufgrund lapidarer Verstöße wie Tippfehler abgemahnt würden. Der eigens gegründeten Initiative "FairCommerce" sollen sich bereits mehr als 50.000 Fürsprecher angeschlossen haben.

Nicht selten können Abmahnungen die Existenz bedrohen, berichtet der MDR anlässlich der Veröffentlichung der Studie. Die Abmahnungen selbst seien eigentlich kostenfrei, doch würden sie teuer, sobald Anwälte ins Spiel kommen. "Ein lukratives Geschäft", meint der MDR.