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Internet of Things

5 gute Gründe für den Einsatz von Beacons … und einer dagegen

Inmitten der wilden IoT-See haben sich Beacons als standhafter Wegweiser erwiesen. Was die kleinen Funksender zum Licht am Technik-Horizont macht.

30.01.2018 Gründerszene
Quelle: Gründerszene
Quelle: conichiwa

Beacons – Leuchttürme im Hosentaschen-Format

Sie sind klein, sie sind vielseitig und sie sind verheißungsvoll. Oder? Beacons gehören zu den meist diskutierten Internet-of-Things-Technologien der letzten Jahre. Doch was steckt eigentlich hinter den Transmittern?

Beacons funktionieren im Prinzip wie digitale Leuchttürme, die Bluetooth-Signale aussenden, welche von Smartphones lokalisiert werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Benutzer die passende App zum Empfangen der Signale installiert hat. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig – sowohl im Alltag als auch im Business. So genießen Kunden beim Einkaufen personalisierte Angebote, während der Shop-Betreiber im Gegenzug detaillierte Daten über seine Kundschaft erhält.

Aber: Die anfängliche Euphoriewelle hat sich mittlerweile gelegt. Sicherheit und Datenschutz sind ins Zentrum der Auseinandersetzung gerückt, denn viele Endnutzer befürchten einen leichtfertigen Umgang mit ihren Daten. Und doch – als gefährliche Spielerei sollte man die Funktechnologie nicht einfach abstempeln.

Sind Beacons also das nächste große Ding im Internet der Dinge?

5 gute Gründe für Beacons ...

1. Kunden verstehen und gezielt abholen

Viele Startups stehen vor der Frage, wie sie ihre Produkte bestmöglich vermarkten können. Und hier betreten Beacons die Bühne, denn dank ihnen haben Unternehmen die Chance, ihre Kundschaft besser zu verstehen und gezielter anzusprechen. Das Stichwort lautet Proximity Marketing: Diese Bluetooth-gepowerte Form der Vermarktung sendet Produktinformationen, Werbung und sogar Coupons direkt auf das Smartphone des Kunden. Ist die entsprechende App installiert, kann der Händler den vorbeilaufenden Kunden mit individuellen Angeboten in den Laden holen. Und nebenbei sammelt er genaue Informationen über ihn.

2. Endlich smart arbeiten

Schonmal vergeblich einen Kollegen gesucht? Oder einen freien Konferenzraum? Dank Beacons gehören diese Probleme nun der Vergangenheit an. Die Hosentaschen-Technologie kann jedoch noch mehr als bei der bloßen Büro-Navigation helfen. So wird der Dauer-Unruhestifter Arbeitszeiterfassung beispielsweise zu einer einfachen Nebensächlichkeit: Die Minisender können das Betreten und Verlassen des Betriebsgeländes registrieren und so Arbeitszeiten automatisch erfassen. Eine nicht zu unterschätzende Entlastung für so manch einen Arbeitnehmer. Auch die Selbstorganisation erfährt einen positiven Schub. So kann man sich direkt beim Betreten des Büros seine To-do-Liste, Termine und viel mehr anzeigen lassen. Vergessen wird somit nahezu unmöglich.

3. Kein lästiges Warten mehr

Wen nerven Geschäftsreisen nicht: Nach einer meist stressigen Anreise beginnt nach der Ankunft im Hotel das große Warten. Lange Schlangen an der Rezeption, Gäste mit unendlichen Sonderwünschen und leidige Anmeldeformulare. Wäre es da nicht schön, wenn man direkt Einchecken und auf sein Zimmer gehen könnte – ohne den ganzen Trubel drumherum? Dank Beacon-Technologie ist das keine Zukunftsmusik mehr.

Das Berliner Startup conichiwa hat sich diesen Potenzialen der Beacon-Technologie verschrieben. „Wir haben fantastische Möglichkeiten, digitale Services zu nutzen, wenn wir reisen. Als Beispiel: Sobald Du ein Conichi ,Smarthotel’ betrittst, wird dein Smartphone von den Beacons in der Lobby erkannt. Automatisch erscheint dein Profil hinter der Rezeption, sodass du persönlich begrüßt wirst. Dein vorausgefüllter Meldeschein wird für eine kurze Unterschrift gezückt und der Zimmerschlüssel wird dir direkt auf dein Smartphone geschickt”, erklärt Dennis Bauer, conichiwas Head of Business Development.

4. Beacon me up, Scotty!

Auch Entspannung in der Luft ist etwas, was Beacons ermöglichen können. Ähnlich wie in Hotels werden beim Airport-Check-in manuelle Vorgänge so digitalisiert, dass sie den Reisenden entlasten. An einigen deutschen Flughäfen sind die Minisender von conichiwa beispielsweise schon im Einsatz und weisen Fluggäste auf Wartezeiten am Sicherheits-Check oder eine Lounge in ihrer Nähe hin.

5. Ein Startup-Spielplatz für Service-Fans

Egal ob Krankenhaus, Museum oder Stadion: Die Welt ist ein Spielplatz für Beacon-Begeisterte. Noch steckt die Branche in ihren Kinderschuhen, die Möglichkeiten sind daher nahezu endlos. Gründer können sie also vollends ausschöpfen. Entgegen der weitläufigen Meinung, dass nur der Einzelhandel von Beacons profitiert, sind die kleinen Bluetooth-Revoluzzer auch in einer Vielzahl anderen Branchen ein willkommener Service-Helfer. Automatischer Check-in im hektischen Konzertsaal, bequeme Bestellungen vom Sitzplatz aus im Fußballstadion, der Informations-Input via Smartphone im Museum oder Prozessoptimierungen entlang der Supply Chain in der Logistik sind nur einige der vielfältigen Anwendungen.

… und einer dagegen

6. Klein, aber oh-oh: Eine Frage der Datensicherheit

Beacons sind wie eine gute Freundschaft – ohne Vertrauen geht nichts. Und hier liegt momentan noch das Kernproblem der Bluetooth-Technologie, denn: Endnutzer stehen dem Ganzen bisher noch kritisch gegenüber. Für sie steht fest, dass transparent kommuniziert werden muss, welche Kundendaten wie verwendet werden. Conichiwa ist sich dieser Thematik bewusst, wie Bauer erzählt: „Das Vertrauen ist sehr wichtig und unsere Ressourcen werden mitunter darin investiert, dass es so bleibt. Zum Glück haben wir in Deutschland strenge Datenschutzvorschriften, an die wir und die Firmen, mit denen wir gemeinsam Lösungen entwickeln, uns halten müssen. Wir arbeiten stets mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen, um unseren Kunden und Endnutzern Sicherheit zu gewähren.”

Mit dem Akzeptanz-Problem und vielen weiteren interessanten Aspekten der Welt der Hosentaschen-Leuchttürme hat sich conichiwa 2017 auf der scale11 befasst.

Für conichiwa hat sich der Auftritt als Aussteller im letzten Jahr gelohnt: „Auf der scale11 haben wir viele potenzielle Kunden getroffen und super Partnerschaften knüpfen können. Als B2B-Unternehmen ist es immer wichtig, mit den richtigen Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten – und auch zu bleiben. Unser Auftritt als Aussteller im vergangenen Jahr hat uns genau das ermöglicht”, so Bauer.

Die scale11 ist nicht nur eine geeignete Plattform, um sich als Startup in Szene zu setzten. Gründer sind dazu eingeladen, an ausgefallen Formaten wie Founders Fight, MeetTheMedia und FuckUpNights teilzunehmen. Ganz neu in diesem Jahr ist das Startup-TV. Einmal täglich wird live über die Startup-Szene berichtet – Newcomer-Vorstellung inklusive. Für Gründer die perfekte Chance, um ihr Business bestens zu präsentieren – wie Bauer betont: „Auf einer großen Messe als Startup aufzufallen, ist meistens schwierig und oft frustrierend. Mit der scale11 wurde jedoch ein Format entwickelt, das Startups eine Bühne gibt – und nicht nur einen schwer erkennbaren Messestand am Rande des Events. Die Kombination ist Gold wert und führt Interessenten mit Anbietern zusammen. Wir freuen uns schon auf unseren Besuch dieses Jahr!”