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5G

5G – Der LTE-Nachfolger stillt den Datenhunger

Kaum ist die LTE-Technologie den Kinderschuhen entwachsen, steht bereits der Nachfolger in den Startlöchern. Der Mobilfunkstandard 5G soll alles besser können, als LTE – und der Industrie völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

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Größer, schneller, weiter

Außerhalb der großen Städte und Ballungsgebiete ist schnelles Internet in Deutschland und anderen Teilen der industriellen Welt noch immer eine Ausnahme. Mehr als 30 Prozent der Haushalte haben hierzulande keine Verbindung, die eine Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde erreicht. Was für Verbraucher ärgerlich ist, kann für Unternehmen geschäftsschädigend sein. Wer auf schnelle Verbindungen angewiesen ist, setzt daher mitunter auf den schnellen Mobilfunkstandard LTE, der Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s erlaubt.

Sechs Jahre nach dem Start des schnellen mobilen Internets steht aber bereits der Nachfolger in den Startlöchern: 5G. Und dessen Leistungsmerkmale im Vergleich mit seinem Vorgänger 4G bzw. LTE sind beachtlich. So sollen sich damit 100 Mal höhere Datenraten erzielen lassen, bei 1.000-fach höherer Kapazität. Gleichzeitig beträgt der Energieverbrauch pro übertragenem Bit nur etwa ein Tausendstel wie bei LTE.

5G als Voraussetzung fürs Internet der Dinge

Das klingt aus heutiger Perspektive nach unendlichen Möglichkeiten und vielleicht auch übertrieben. Doch geht man davon aus, dass im Internet of Things schon bald mehr als 100 Milliarden Dinge weltweit miteinander kommunizieren sollen, erscheinen die Zahlen durchaus nicht mehr unrealistisch. Denn im Vergleich zu heute ist die Netzauslastung durch kommunizierende Maschinen weit höher. Schließlich "sprechen" Sensoren, Digital Twins und Cobots ununterbrochen miteinander – und häufen dadurch gewaltige Datenberge an.

Zudem ist die Geschwindigkeit der Informationsvermittlung in Zukunft von noch größerer Bedeutung als heute. In der Smart Factory, in der sich Roboter und Maschinen selbst steuern, kann eine langsame Datenverbindung verheerend sein. 5G ist hier also keine weit entfernte Wunschvorstellung, sondern dringend notwendige Voraussetzung für funktionierende Prozesse.

Der Datenhunger erfordert 5G

Dazu kommt, dass viele Anwendungen in Zukunft einen höheren Datenbedarf aufweisen: Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern in Ultra-HD-Qualität etwa, oder Virtual-Reality-Anwendungen mit komplexer Infrastruktur. Ein Operationsroboter, der von einem Chirurgen am anderen Ende der Welt kontrolliert wird oder vernetzte, selbststeuernde Autos, die über schnelle Verbindungen Informationen über die Strecke austauschen.

Die Umstellung auf die neue 5G-Technologie soll im großen Stil erst ab 2020 erfolgen – dann aber richtig. Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt soll Deutschland als erstes Land ein solches Netz flächendeckend bekommen. Eine 5G-Test-Stadt soll es bald geben.Asien will übrigens schon etwas früher starten: Zur Sommerolympiade 2020 in Tokio soll 5G in Japan funktionieren, in Korea peilt man bereits die Winterolympiade 2018 als Startziel an. Die Voraussetzung für schnelle, sichere, zuverlässige Business Communications und IoT sind intelligente Netzwerke und Interoperabilität. Breitbandlösungen und Netztechnologien stehen im Bereich Communication & Networks der CeBIT im Fokus.

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