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Virtual Reality

VR-Brille führt direkt in den Schweinestall

Die Einsatzmöglichkeiten von Virtual-Reality-Brillen sind vielfältig. Das zeigt ein Beispiel der Albert-Schweitzer-Stiftung, die damit Menschen einen kritischen Einblick in die Massentierhaltung gewährt.

18.05.2017
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VR-Brille führt direkt in den Schweinestall (Foto: Animal Equality)

Die iAnimal-Deutschlandtour der Albert-Schweizer-Stiftung setzt auf moderne Technik, um über den „traurigen Alltag in industriellen Tierfabriken“ zu informieren: mit VR-Brille und speziell aufgenommenen 360-Grad-Filmen. An Aktionsständen in zehn deutschen Städten hatten Passanten in den letzten beiden Monaten Gelegenheit, auf diese Weise einen hautnahen Einblick in die Massentierhaltung zu bekommen. Besonders positiv dürfte der nicht ausgefallen sein, ist es doch eines der wichtigsten Ziele der Albert-Schweizer-Stiftung , "Menschen zu motivieren, die pflanzliche Ernährung kennenzulernen und auszuprobieren". Ergänzt wurden der Aktionsstand mit einer echten "Schweine-Abferkelbucht". Durchschnittlich sahen sich an den Ständen jeweils rund 80 Menschen die Filme an, berichten die Organisatoren.

Das Besondere an der 360-Grad-Technologie sei, so heißt es weiter, dass die Zuschauer das Gefühl haben, sich selbst in einem Tierhaltungsbetrieb zu befinden: "Über Kopfhörer eingespielte Geräusche verstärken den Eindruck, mitten unter den Tieren zu sein." Hilfestellung leisten den Aktivisten mehrere Prominente: So werden die Filme unter anderem vom Schauspieler Christoph Maria Herbst ("Stromberg"), dem Musiker Thomas D. ("Die Fantastischen Vier") und der Schauspielerin Anne Menden ("Gute Zeiten, Schlechte Zeiten") anmoderiert. "Noch nie war ein Video so unangenehm nah dran", urteilte bento.de bei der Präsentation eines der Videos.

Dass VR-Technik von Naturschützern genutzt wird, ist kein Einzelfall. So hat das Outdoor-Unternehmen Patagonia gemeinsam mit Google ebenfalls einige solcher Videos produziert, um das Naturdenkmal Bears Ears in Utah, USA, zu bewahren.

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