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Pyrotechnik soll harte Abstürze verhindern

Mit der Zahl der Drohnen am Himmel wächst auch das Risiko von Abstürzen. Hersteller und unabhängige Entwickler arbeiten deshalb an Systemen, die Schäden bei Drohnenunfällen auf ein Minimum reduzieren sollen.

24.05.2017
parazero
Pyrotechnik soll harte Abstürze verhindern (Foto: Parazero)

"Bis 2020 werden in den USA jeden Tag rund 300 Drohnen abstürzen", zitiert der israelische Hersteller Parazero in einem aktuellen Video eine Prognose der US-amerikanischen Luftfahrbehörde FAA. Parazero stellt auf der Drohnenmesse Xponential in Dallas sein Sicherheitssystem SafeAir vor, das Drohnen per Fallschirm sicher zu Boden bringen will. Neu ist an diesem Konzept vor allem der Einsatz einer kleinen pyrotechnischen Ladung, die den Fallschirm innerhalb von Sekundenbruchteilen entfalten soll – zum Beispiel bei einem Motorausfall, einem Abbruch der Funkverbindung, einem Hack, oder wenn die Sensoren einen unmittelbar bevorstehenden Absturz registrieren.

Andere Hersteller arbeiten mit ähnlichen Methoden.Für seine Modelle S900, S1000 und S1000+ bietet das chinesische Unternehmen DJI das System Dropsafe an, das bereits 2014 vorgestellt wurde. Es soll bei Stürzen aus Höhen von mindestens sechs Metern den Aufprall effektiv dämpfen, und zwar ebenfalls per Fallschirm. Den löst bei DJI eine CO2-Patrone aus.

Eine sanfte Landung per Fallschirm verspricht auch die Entwicklung des österreichischen Startups Dronerescue ; zudem soll ein Blackbox-System eine spätere Analyse von Flug und Absturzursache ermöglichen. Dronerescue hat die Markteinführung für das dritte Quartal 2017 angekündigt.

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