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KfW will der Innovation auf die Sprünge helfen

Deutschen Mittelstandsunternehmen mangelt es zunehmend an Innovationskraft. Eine Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums und der Kreditanstalt für den Wiederaufbau sollen dem nun entgegenwirken.

19.05.2017
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KfW will der Innovation auf die Sprünge helfen (Foto: KFW)

Nur noch 22 % der Unternehmen im deutschen Mittelstand dürfen als innovativ gelten, die niedrigste Quote seit 2004: Das stellt der kürzlich erschienene KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2016 fest. Zwar bleiben laut dem Bericht die Gesamtausgaben für Innovationen bundesweit stabil, sie konzentrieren sich aber auf immer weniger Firmen. Insbesondere mittelständische Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern drosseln ihre Investitionen. Als mögliche Gründe nennen die Verfasser eine allgemein niedrige Gründungstätigkeit, die Zunahme des Preiswettbewerbs und das gestiegene Alter der Belegschaften. Dazu komme, dass mit den meisten Innovationsvorhaben eine starke finanzielle Belastung verbunden sei.

Ab Juli legt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) deshalb einen ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit auf. Fördern will sie damit die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und -verfahren, sowie die Ausrichtung der Unternehmensstrategie oder Unternehmensorganisation auf die Digitalisierung und andere substanzielle Innovationen. Den Kern der Förderung bildet eine Haftungsfreistellung in Höhe von 70 % für Kredite an Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern: Banken können damit einen großen Teil des Ausfallrisikos auf die KfW abwälzen und entsprechend günstigere Kredite für Innovationsvorhaben gewähren.

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