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Die Post testet Werbung nach Alter und Geschlecht

Gemessen am Targeted Advertising des datenlustigen Online-Geschäfts, sind Käufer in Ladengeschäften bislang kaum Gegenstand von personengenauen Kampagnen. Das könnte sich bald ändern.

19.04.2017
post-adpack
Die Post testet Werbung nach Alter und Geschlecht

Wie heise online berichtet , testet die Post derzeit in 40 Partnerfilialen in Berlin und Köln eine Technologie zur Gesichtserkennung. Die Software in den mit Kameras ausgestatteten Infodisplays identifiziert die wartenden Kunden nicht direkt, sondern ermittelt Metadaten wie Alter und Geschlecht. Entsprechend dieser von einem Algorithmus errechneten Daten zeigt der Bildschirm anschließend auf Alter und Geschlecht zugeschnittene Werbung. Die Post setzt diese Technologie offenbar ein, ohne die Kunden eigens darauf hinzuweisen. Die Münchener Abendzeitung, die ebenfalls darüber berichtet, zitiert Post-Sprecher Dieter Nawrath mit den Worten, die Technologie könne keine personenbezogenen Daten erheben, lediglich anonyme Metadaten würden erfasst. "Deshalb besteht keine Notwendigkeit und keine rechtliche Erfordernis, die Kunden in der Testphase gesondert darüber zu informieren", folgert Nawrath.

Die Post nutzt eine Technologie namens adpack , entwickelt vom Berliner Unternehmen Indoor Advertising, das sie unter dem Begriff "Realtime Targeted Digital-Out-Of-Home" bewirbt. Werbetreibende können über dieses Digital-Signage-System, wie es im Web längst üblich ist und auch von anderen Anbietern wie TruMedia bereits nonline betrieben wird, Werbung gezielt nach Zielgruppen ausspielen.

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