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Biometrics

Das FBI sammelt Fotos von US-Bürgern auf Vorrat

Porträts von rund der Hälfte aller US-Bürger hat das FBI bereits in einer Datenbank. Allerdings ist die automatische Gesichtserkennung weder gut begründet noch sonderlich effektiv, wie eine Anhörung gezeigt hat.

13.04.2017
Porträts von rund der Hälfte aller US-Bürger sind in der FBI-Datenbank - etwa 20 % davon sind von Strafverfolgungsbehörden. (Foto: Shutterstock.com)

Die Bundesbehörde hat sich die meisten der Fotos ohne einen ermittlungsrechtlichen Anlass beschafft, nur etwa 20 % stammen von Strafverfolgungsbehörden. In 18 US-Staaten bezieht das FBI bereits Fotos von Führerscheinstellen, und es strebt entsprechende Abkommen mit weiteren Bundesstaaten an. Abgeordnete ebenso wie Bürgerrechtler haben diese Praxis bei der Anhörung im US-Repräsentantenhaus am 22. März scharf kritisiert.

Ebenso kritisierten die Abgeordneten, dass das FBI bereits seit mehreren Jahren Gesichtserkennungstechnologie einsetze, ohne – wie vom Gesetz gefordert – ein Gutachten über die Auswirkungen dieser Technologie auf die Privatsphäre vorzulegen. Zudem sahen sich die Gesetzeshüter dem Vorwurf ausgesetzt, mit einer vergleichsweise unzuverlässigen Software zu arbeiten. So soll das eingesetzte System MorphoTrust bei Frauen und Afroamerikanern häufiger Fehlidentifikationen liefern. Die Abgeordneten mutmaßen, solche Fehler könnten rassistischen Vorurteilen Vorschub leisten.

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