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CeBIT 2017, 20. - 24. März

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CEOs @ CeBIT #2: Heiko Meyer, Hewlett Packard Enterprise Deutschland

Als Vorsitzender der Geschäftsführung von Hewlett Packard Enterprise (HPE) Deutschland ist Heiko Meyer extrem nah dran an den digitalen Trends. Wo sieht er die Chancen, wo die Gefahren? Antworten liefert der zweite Teil unserer Reihe CEOs @ CeBIT.

16.02.2017
Heiko Meyer, CEO bei Hewlett Packard Enterprise Deutschland.

Herr Meyer, die Digitalisierung ist das Thema in der Wirtschaft, aber auch in der Gesellschaft. Woran merken Sie die disruptive Kraft dieses Wandels am deutlichsten?

Heute scheint fast alles möglich zu sein, was sich je ein Science-Fiction-Autor vorstellen konnte: Autos fahren ohne Fahrer, Roboter denken und Turbinenteile kommen aus dem Drucker. Oder nehmen Sie die Startups, die nur wenige Jahre brauchen, um jahrhundertealte Branchen aufzumischen. Auf der anderen Seite klafft eine riesige Lücke zwischen dieser Welt der Wunder und der alltäglichen Realität vieler Firmen und Behörden. In dieser Situation sind weder Euphorie noch Resignation angebracht. Edison soll einmal gesagt haben, dass Genie aus ein Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration besteht. Die gute Nachricht daran ist, dass wir alle digitale Wunder vollbringen können. Die schlechte: Der Weg dorthin ist hart und mühevoll. Aber das darf uns nicht vom Weg abbringen.

Wie verstehen Sie das CeBIT-Motto "no limits"?

Gerade in Deutschland wird viel über die Beschränkungen diskutiert, die wir bei der Digitalisierung haben oder per Gesetz schaffen sollten. Das CeBIT-Motto setzt hier bewusst einen Kontrapunkt: Lasst uns auf der CeBIT zuallererst über die grenzenlosen Möglichkeiten sprechen, durch Digitalisierung Gutes zu schaffen – und dann schauen wir uns die Probleme an, die wir auf dem Weg dorthin lösen müssen. In dieser Reihenfolge. Diese Vorgehensweise hat im Übrigen einen harten betriebswirtschaftlichen Kern. Denn mangelnde Kreativität und Risikobereitschaft gehören zu den größten Hindernissen für das Erschließen neuer digitaler Ertragsquellen. Ich bin überzeugt, unser größtes Risiko besteht darin, die Chancen der Digitalisierung nicht schnell und nicht entschlossen genug zu nutzen.

Ihr Unternehmen hat sich in den letzten Monaten und Jahren durch Auf- und Abspaltungen stark verändert. Dabei sind Sie sicher auch immer wieder an Grenzen gestoßen.

Es war eher umgekehrt – wir sind früher an Grenzen gestoßen, weil wir zu groß und zu langsam waren. Das Innovationstempo in der Digitalisierung ist aber so hoch, dass nur die Schnellen erfolgreich sein können. Deshalb haben wir uns entschieden, diese Grenzen zu überwinden. Wir haben mehrere Jahre einen strategischen Transformationsplan umgesetzt, zu dem auch die Aufspaltung von Hewlett-Packard in die beiden Firmen HP und Hewlett Packard Enterprise gehörte – eine der größten Firmenaufspaltungen in der Geschichte – und die Abspaltung von Teilen unseres Dienstleistungs- und Softwaregeschäfts. Hewlett Packard Enterprise ist nach wie vor ein sehr großes, globales IT-Unternehmen, aber wir haben heute einen sehr klaren Fokus, wir treffen schnell Entscheidungen und wir sind wieder ein Innovationsführer der Branche. Nach dieser Erfahrung können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir wissen, wie Transformation geht.

Inwiefern ist die CeBIT für HPE auch im digitalen Zeitalter ein Pflichttermin?

Wir dürfen nicht vergessen, dass Digitalisierung von Menschen gemacht wird und viele der besten trifft man auf der CeBIT. Im Konzert der Messen und Kongresse hat die CeBIT eine einzigartige Rolle. Sie ist aus meiner Sicht weltweit die einzige Veranstaltung, die den Begriff "Leitmesse der Digitalisierung verdient".

"Wir zeigen den ersten Prototyp einer radikal neuen Computer-Architektur, die für das digitale Zeitalter entwickelt wurde."

Worauf dürfen sich CeBIT-Besucher freuen, die HPE in der CeBIT-Halle 4 besuchen?

Die Digitalisierung ist nach unserer Überzeugung in eine neue Phase eingetreten – ausgelöst durch die schnelle Verbreitung des Internets der Dinge in Branchen wie Maschinenbau, Logistik oder Handel. Wenn wir dieses Potenzial heben wollen, reicht es nicht aus, immer mehr Leistung in große, zentrale Rechenzentren zu packen. Wir müssen die IT dorthin bringen, wo die Daten entstehen – nur so bekommen wir Latenzzeiten, Sicherheit und das exponentiell steigende Datenvolumen in den Griff.

Das ist unser Thema auf der CeBIT. Wir zeigen Lösungen, die Maschinen, Anlagen oder Arbeitsräume intelligent machen. Wir zeigen hybride IT-Architekturen, die das Internet der Dinge, Rechenzentren und die Cloud verbinden. Und es werden einige unserer besten Berater vor Ort sein, mit denen Besucher über ihren Transformationspfad sprechen können. Einen besonderen Ausstellungsbereich widmen wir dem Computer der Zukunft. Dort wird der erste Prototyp einer radikal neuen Computer-Architektur zu sehen sein, die für das digitale Zeitalter entwickelt wurde.

Wo sehen Sie HPE und sich selbst in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird HPE-Technologie genauso selbstverständlich in Maschinen, Fabriken oder Einkaufszentren zu finden sein wie heute in Rechenzentren. Und ich selbst fahre in fünf Jahren ein Auto mit eingebautem HPE-Server, der über HPEs IoT-Plattform mit einem Netz von Schwarmintelligenz verbunden ist.

Hewlett-Packard Enterprise auf der CeBIT

Nutzen Sie die persönlichen Kontaktmöglichkeiten auf der CeBIT 2017: Besuchen Sie Hewlett-Packard Enterprise direkt vor Ort und lassen Sie sich live die neuesten Produkte und Services präsentieren. mehr

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