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Apple will keine App zu US-Drohnenschlägen

Geleakten Quellen zufolge gibt es im US-Drohnenkrieg vor allem zivile Todesopfer. Die App, die jeden Einsatz verzeichnet, findet Apple anstößig: "The item you've requested is not currently available in the U.S. store."

12.04.2017
Über die App Metadata+ lassen sich Daten zu Luftschlägen abrufen, welche die USA mithilfe von Drohnen führen (Quelle: metadata.joshbegley.com)

Ende März hat Apple Metadata+ abermals aus seinem App Store verbannt. Über die App lassen sich Daten zu Luftschlägen abrufen, welche die USA mithilfe von Drohnen führen, etwa in Pakistan oder im Jemen . Der Journalist Josh Begley hat Metadata+ bereits vor etwa fünf Jahren entwickelt. Die App liefert, wie ihr Name schon sagt, Metadaten zu US-Drohnenangriffen, die in den Medien bekannt werden: die Orte, die Zahl der Opfer und ähnliche Informationen, nicht aber Fotos oder Videos. Dennoch lehnte Apple die App wegen "anstößiger oder geschmackloser Inhalte" immer wieder ab, bis sie 2014 akzeptiert wurde und danach für etwa ein Jahr im App Store erhältlich war.

Danach hat der Aufklärer seine App nach eigenen Angaben immer mal wieder bei Apple eingereicht, um zu prüfen, ob sich die Haltung der Verantwortlichen dort geändert habe. Mit der Aufnahme am 28. März schien sich diese Hoffnung erfüllt zu haben. Doch nur ein paar Stunden später machten die Verantwortlichen einen Rückzieher , wenngleich sich das Unternehmen noch nicht zu den Gründen geäußert hat. Nutzer von Android-Geräten haben dieses Problem nicht. In Googles Play Store ist die App uneingeschränkt verfügbar. Gleichfalls zugänglich bleibt Begleys Twitter-Dokumentation Dronestre.am , die in Echtzeit über US-Drohnenangriffe informiert.

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