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Startups

Agil in der Datenhauptstadt

Konzerne wie Telefónica Deutschland verfügen naturgemäß über Unmengen von Daten, die automisch im Betrieb als Telekommunikationsunternehmen anfallen. Diese nutzbar zu machen, gehört aber nicht zu den Kernaufgaben des Telekomriesen. Damit der Schatz gehoben wird, soll die Startup-Tochter "Telefónica NEXT" Produkte für die vernetzte Datenwelt von morgen entwickeln.

31.03.2017
Kleidung mit IoT-Anschluss: Auf der CeBIT 2017 präsentierte Telefónica NEXT unter anderem das Smart Shirt "10eleven9".

Jeder Mobilfunknutzer hinterlässt unweigerlich Spuren: Jedes Mal, wenn sich sein Handy mit dem Netz verbindet, wenn er sich zwischen Funkzellen bewegt, Daten abruft, telefoniert. Im Regelbetrieb von Telefónica Deutschland etwa entstehen rund um die Uhr Mobilfunkdaten von über 44 Millionen Kunden. Die Nutzungsdaten sind datenschutzrechtlich geschützt, selbst Ermittlungsbehörden dürfen nur mit einem richterlichen Beschluss darauf zugreifen, um etwa Verdächtige zu orten.

Diese Daten können aber in anonymisierter Form auch für andere Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt extrem wertvoll sein. Für die Verkehrsplanung etwa wäre die Analyse von Bewegungsströmen hilfreich. Hierfür durchlaufen die Daten ein spezielles, von Telefónica Deutschland entwickeltes Anonymisierungsverfahren, mit dem jeglicher Personenbezug entfernt wird. Das Verfahren wurde von der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit begleitet und vom TÜV zertifiziert.

Losgelöst vom Konzern, aber partnerschaftlich verbunden

Telefónica NEXT versteht sich dabei als Partner der Wirtschaft, der anderen Unternehmen Lösungen bietet, damit diese die Wachstumschancen der Digitalisierung besser nutzen können. Dabei ist die neue Gesellschaft bewusst als Startup innerhalb der Unternehmensgruppe gegründet worden. So sollen neue Geschäftsideen eigenverantwortlich vorangetrieben und das digitale Ökosystem Berlins genutzt werden. Zudem soll die unternehmerische Unabhängigkeit agiles Handeln unterstützen, neue Produkte lassen sich dadurch zügig entwickeln und am Markt testen.

In Stuttgart etwa hat das Fraunhofer Institut IAO kürzlich den anonymisierten Mobilfunkdaten von Telefónica NEXT großes Potenzial attestiert . Die Basis dafür bilden die Mobilfunkdaten des Mutterkonzerns.

Den Datenschatz heben

Intelligent verknüpft ergeben sich aus den Daten wichtige Erkenntnisse, die für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen ebenso wie für Kommunen, öffentliche Verkehrsbetriebe und die Gesellschaft insgesamt relevant sind. So entwickelt Telefónica NEXT etwa gemeinsam mit Partnern in Nürnberg eine Methode zur Analyse der Luftqualität in Städten. Auf dieser Basis lassen sich dann Maßnahmen gegen zu hohe Emissionen einleiten. Und auch den Einzelhandel unterstützt die smarte Datenanalyse dabei, sich stärker an den Bedürfnissen seiner Kunden zu orientieren. Zudem arbeitet Telefónica NEXT an Lösungen für das Internet der Dinge. Die Software-Plattform geeny.io soll Unternehmen dabei unterstützen, smarte Produkte für Endverbraucher anzubieten. Gleichzeitig soll Geeny in Zukunft Endkunden eine zentrale Plattform zur Verwaltung ihrer IoT-Geräte und der hierdurch entstandenen Daten bieten.

Auf der CeBIT war Teléfonica NEXT in diesem Jahr zum ersten Mal vertreten und präsentierte dort aktuelle Projekte, u.a. das smarte Shirt "10eleven9" von Colorfy Design, das mithilfe von Geeny auf intelligente Weise verschiedene Körperfunktionen misst.

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