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CeBIT 2017, 20. - 24. März

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Was ist ein Retina-Display?

Der Begriff „Retina-Display“ begegnet uns häufig, wenn wir in der Welt der Technik unterwegs sind. Doch was ist eigentlich ein Retina-Display und gibt es dafür spezielle Vorgaben?

Räumen wir erst einmal mit dem Mythos des technischen Begriffes auf. Retina ist kein technischer Begriff, sondern eine Display-Technologie, die ihren Namen durch die Firma Apple hat.

Retina-Display in einem Apple Notebook

Apple Mac Book mit Retina Display

Denn bis dato ist uns das Wort Retina maximal mit anderen Dingen begegnet, sei es die Netzhaut im Auge oder der dem Astronomen sicherlich bekannte Retina-Nebel. Der Begriff Retina-Display kam auf, als Apple das iPhone der vierten Generation vorstellte. Das 3,5 Zoll große Gerät bezeichnete Steve Jobs damals als Retina-Display, da es mit 960 x 640 Pixeln auflöste und 326 ppi bot. Retina-Display leitete sich deshalb als Name ab, da angeblich bei einem normalen Betrachtungsabstand (rund 30 Zentimeter) kein Einzelpixel mehr erkennbar sein soll mit unserem Auge.

Die Pixelanzahl ist also höher als wahrnehmbar. Das Vorgängermodell des iPhone 4 bot lediglich 480 x 320 Pixel, insgesamt wurde die Zahl der darstellbaren Pixel vervierfacht. Der Vorteil dieser Technologie liegt einfach in der Anzahl der Pixel, davon profitieren Schriften und Bilder, sofern sie für diese Anzahl von Pixeln optimiert sind.

Alles wirkt feiner, weicher und angenehmer für unser Auge. Vor ein paar Tagen wurde dann auch das erste MacBook von Apple enthüllt, welches mit einer höheren Display-Auflösung daher kommt, ganze 2880 x 1800 Pixel bietet man auf dem 15,4 Zoll großen Gerät an. Auch dies ist eine Vervierfachung der Pixel, die normale Auflösung beträgt 1440 x 900. Da fragen sich natürlich die Leute, ob bei dieser gigantischen Auflösung denn noch überhaupt etwas zu erkennen ist.

Des Rätsels Lösung

die Auflösung ist zwar wesentlich höher, doch trotzdem bleibt die darstellbare Fläche identisch. Für das Retina-Display angepasste Grafiken sind einfach wesentlich größer, durch die skalierte Betrachtungsweise wirkt alles einfach angenehmer für das Auge. Der Nachteil ist natürlich, dass „alte“ Anwendungen auch angepasst werden müssen, da diese sonst unscharf erscheinen. Auch in Geräten mit Windows wird man sicherlich bald die Technologie finden, denn das kommende Windows 8 ist für diese hohe Pixeldichte ausgelegt.

Übrigens, wer sich gefragt hat, wie man die Pixeldichte (ppi = Pixel per Inch, auch bekannt als dpi, Dots per Inch) ausrechnet – dies ist eine einfache Rechnung. Man multipliziert einfach die horizontale mit der vertikalen Auflösung und multipliziert dieses Gesamtergebnis noch einmal mit der Größe des Displays. Dies funktioniert allerdings nur bei quadratischen Pixeln (Square Pixel).

Retina-Display

eigentlich kein technischer Begriff, sondern lediglich eine Wortschöpfung. Aber doch schön, dass wir das Thema geklärt haben, oder?

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