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CeBIT 2017, 20. - 24. März

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Studie

Studie zur Internetnutzung bei Kindern und Jugendlichen

Eine neue Studie des Branchenverbands Bitkom befasst sich mit der Nutzung des Internets und der entsprechenden Endgeräte durch Kinder und Jugendliche.

Die Ergebnisse zeigen, dass es heute bereits normal ist, wenn Kinder mit 12 Jahren ein Smartphone haben und soziale Netzwerke nutzen. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, bereits frühzeitig den Umgang mit dem Internet zu erlernen. Vor allem im Bereich Datenschutz kann man gar nicht früh genug anfangen, die Menschen zu sensibilisieren, damit sie eben nicht jede Kleinigkeit von sich preisgeben.

Dabei ist es auch wichtig, dass Kinder von klein auf die Nutzung eines PCs, Tablets oder Smartphones als etwas Normales erleben. Smartphones sind nicht das Teufelszeug, das die Kinder zu abgestumpften Menschen ohne soziale Kontakte werden lässt, Smartphones sind ein Kommunikationsmittel und werden durch soziale Netzwerke auch dafür genutzt. Im Alter von zwölf bis 13 Jahren steigt die Nutzung smarter Gerätschaften sprunghaft an. Smartphone, Tablet, Computer und Fernseher werden von den Jugendlichen nahezu gleich häufig genutzt.

Gleichzeitig erhöht sich auch die Dauer, die Jugendliche täglich im Netz verbringen. Von 22 Minuten pro Tag bei den zehn- bis elfjährigen steigt die Nutzung auf 59 Minuten am Tag ab einem Alter von zwölf Jahren, also dem Zeitpunkt, wenn auch soziale Netzwerke ins Spiel kommen. Diese entwickeln sich im Laufe der Jugend zum Kommunikationsmittel Nummer eins, liegen von der Nutzung gleich auf mit dem Konsum von Medieninhalten.

Nun heißt es immer, Kinder sollen draußen spielen, viele Eltern halten ihre Kinder so lange wie möglich von Technik fern. Das Problem, das dabei entsteht ist, dass Kinder nicht lernen, wie man mit der Technik und dem Internet umzugehen hat. Irgendwann werden sie dann in das kalte Wasser geworfen, müssen selbst sehen, wie sie klar kommen und erhalten dann auch selten Hilfe von den Eltern. Deshalb sind auch Schulen gefragt, wenn es um die Vermittlung von Internetkompetenz geht.

Eltern sollten ihren Kindern auch abseits des Netzes vermitteln, wie wichtig der sorgsame Umgang mit persönlichen Daten ist. Nur so können Kinder auf das vorbereitet werden, was sie in den Weiten der sozialen Netzwerke erwartet. Andererseits müssen Kinder auch genug Freiheiten haben. Das Netz vergisst nicht, heißt es immer so schön. Peinliche Bilder, der öffentliche Streit mit dem ersten Freund, all das wird auch Jahre später noch verfügbar sein. Aber auch das gehört in einem gewissen Maß zur Entwicklung. Blamieren kann man sich überall, nur im Netz ist es eben länger sichtbar. Daraus kann ebenfalls ein Lernen entstehen, ein Lernen, was man machen kann und was man besser sein lassen sollte.

Ein Zurück wird es nicht mehr geben. Es werden sich in ein paar Jahren vielleicht die genutzten Geräte ändern, die Kommunikation über das Internet wird aber noch ausgereifter werden, noch mehr des normalen Lebens wird sich im Netz abspielen. Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die das Netz künftig gestalten werden, auf eine sinnvolle Art und Weise damit aufwachsen, es weder als rechtsfreien Raum kennenlernen, noch es als des Teufels rechten Arm betrachten.

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