Broadband

Zu langsames Internet kommt Provider teuer zu stehen

Seit Jahren liefern zahlreiche Internet-Provider nicht die Geschwindigkeit, die in den Verträgen steht. Nun geht es ihnen an den Kragen: Die Bundesnetzagentur will künftig Bußgelder verhängen.

10.04.2017
Breitbandmessung Grafik
Die Bundesnetzagentur will künftig Bußgelder gegen langsame Internet-Provider verhängen. (Grafik: breitbandmessung.de/ zafaco GmbH)

Die BNetzA hat erst Ende März 2017 eine Studie veröffentlicht , in die 106.159 Messungen bei stationären und 53.651 bei mobilen Breitbandanschlüssen eingeflossen sind. Das Ergebnis war eindeutig: "Über alle Bandbreitenklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen in Aussicht gestellt wurde", berichtete Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Immerhin habe die Hälfte der Nutzer bei allen betrachteten Anbietern im Festnetz mindestens 60 % der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate erreicht, bei einzelnen Anbietern sogar über 90 %.

Wie die FAZ kurz nach der Veröffentlichung der Studie berichtete, will die Bundesnetzagentur bald "von Amts wegen" aktiv werden und Bußgelder gegen TK-Anbieter verhängen, wenn sich deren Geschwindigkeiten in Theorie und Praxis zu sehr unterscheiden. Die notwendige Änderung des Telekommunikationsrechts sei auf einem guten Weg, heißt es in dem Bericht weiter. Die Behörde arbeite bereits an klaren Vorgaben, in denen es darum geht, wie groß die Abweichungen sein müssen, um als Vertragsverstoß zu gelten. Das Grundgerüst solle bereits im April 2017 stehen.

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