Security

ZITiS fehlen die Mitarbeiter

Das Bundesinnenministerium will bis 2022 in der neuen Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) 400 Stellen schaffen. Die Personalgewinnung fällt aber offensichtlich schwerer als gedacht.

10.04.2017
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Mit ZITiS will die Regierung den Kampf gegen Terrorismus, Cybercrime und -spionage aufnehmen.

Im Bundeshaushalt für das laufende Jahr stehen nach BMI-Angaben 120 Planstellen sowie 10 Millionen Euro an Sach- und Personalmitteln für ZITiS zur Verfügung. Die Behörde ist von großer Bedeutung, da 2016 eine ganze Reihe von Ereignissen mit kriminellem und terroristischem Hintergrund die Sicherheitsbehörden vor technische Herausforderungen gestellt habe, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im Januar. Mit ZITiS will die Regierung den Kampf gegen Terrorismus, Cybercrime und -spionage aufnehmen; zu den Aufgaben zählen unter anderem die digitale Forensik , die Telekommunikationsüberwachung sowie die Kryptoanalyse.

Nun aber ist der Aufbau der Behörde ins Stocken geraten, berichtet heise online . Nach dem ersten Quartal stehe die Inbetriebnahme noch in den Sternen: "Es mangelt an einer festen Bleibe, echten Hackern und anderen IT-Spezialisten." Ein BMI-Sprecher habe eingeräumt, dass die Personalgewinnung die größte Herausforderung für ZITiS sei. Man wolle jedoch vermeiden, bei der Suche die anderen Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) "finanziell und personell und damit auch in der Aufgabenerfüllung zu schwächen", zitiert heise online den Sprecher weiter. Bald solle es Ausschreibungen in der Bundes- und Landesverwaltung sowie extern geben. Zudem sei man derzeit auf der Suche nach einer "den Anforderungen und dem Raumbedarf entsprechenden Liegenschaft".

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