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Workplace by Facebook startet durch

Facebook will mit seinem neuen Dienst "Workplace by Facebook" nun auch in die Unternehmenskommunikation vordringen. Dort muss sich die Lösung mit etablierten Größen wie Slack, Yammer oder Skype for Business messen.

19.10.2016 Stefan Bordel with material from dpa

Unternehmenskommunikation im bekannten Gewand

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Facebook hat nun seine Lösung für die Unternehmenskommunikation offiziell gestartet. (Foto: Facebook)

Facebooks Plan, mit seiner Plattform auch die Kommunikation innerhalb von Unternehmen umzukrempeln, ist reif für den Alltag. Das weltgrößte Online-Netzwerk gab am späten Montag den offiziellen Start des Angebots "Workplace by Facebook" bekannt. Die Idee ist, Facebooks bekannte Elemente wie Newsfeed, Gruppen, Chats oder Live-Video für den Unternehmens-Alltag anzupassen.

Die Plattform wurde seit Anfang 2015 getestet, zunächst unter dem Namen "Facebook at Work". Facebook zufolge sind bereits rund 1000 Unternehmen dabei. Facebook-Mitarbeiter kommunizieren miteinander schon lange darüber.

Es geht um einen Markt, der sich gerade wandelt - aber auch hart umkämpft ist. Andere neue Anbieter wie Slack wollen ebenfalls bisherige Strukturen aufbrechen. Zugleich will Microsoft seine starke Position in Unternehmen mit Angeboten wie den Chatdienst Yammer oder Skype bewahren.

Workplace ähnelt dem privaten Facebook

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Workplace by Facebook: Optisch erinnert die Unternehmenslösung stark an das bekannte Soziale Netzwerk. (Foto: Facebook)

Facebook seinerseits will davon profitieren, dass über 1,6 Milliarden Nutzer weltweit das Online-Netzwerk bereits privat besuchen und damit die Funktionen gut kennen. Die Seiten und App-Ansichten von "Workplace by Facebook" sind entsprechend ähnlich aufgebaut, nur das typische Blau wurde durch Grautöne ersetzt.

Zudem zettelt Facebook einen Preiskampf an. Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern zahlen drei Dollar pro Person, mit bis zu 10 000 Beschäftigten zwei Euro und mit mehr als 10 000 Mitarbeiter einen Dollar. Es gibt eine dreimonatige Gratis-Testphase und Firmen zahlen nur für die wirklich aktiven Nutzer. Der Rivale Slack bietet aktuell zwar dauerhaft eine kostenlose Testvariante mit eingeschränktem Funktionsumfang an, will aber in den Bezahlversionen 6,67 und 12,50 Dollar pro Nutzer im Monat.

Facebook betonte, die Plattform für Unternehmen sei komplett abgeschottet von dem privat genutzten Online-Netzwerk. Man müsse auch kein Facebook-Profil anlegen, um sie zu nutzen.

Auch Microsoft rüstet auf

Indessen arbeitet auch Wettbewerber Microsoft an einer neuen Kommunikationslösung für professionelle Nutzer. So könnte "Skype Teams" schon bald das Portfolio der Redmonder um einen Business-Messenger ergänzen.

Im Gegensatz zu "Skype for Business", das aus der mächtigen Lösung Microsoft Lync hervorgeht, soll sich "Skype Teams" primär der unkomplizierten Kommunikation via Chat, Gruppenchat und Videokonferenzen widmen. Ebenfalls in Planung sei die Integration eines Terminplaners für Konferenzen sowie weitere Features wie Messenger-Bots oder eine Office-365-Anbindung.

Dieser Artikel wurde von Stefan Bordel mit Material der dpa verfasst.

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