Communication & Networks

Windows Server 2016 unterstützt Docker-Container

Microsoft hat die Technical Preview 3 von Windows Server 2016 veröffentlicht. Interessierte Anwender können sie ein Jahr lang kostenlos nutzen und erstmals die neue Container-Integration testen.

02.09.2015 Andreas Fischer

Technical Preview 3

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In der neuen Vorabversion von Windows Server 2016 werden nun auch Docker-Container unterstützt. (Foto: Shutterstock/ ssguy)

Während der veraltete Windows Server 2003 sich immer noch einer hohen Verbreitung erfreut, obwohl Microsoft keine kostenlosen Patches mehr dafür anbietet, steht nun die neueste Version des Server-Systems aus Redmond in den Startlöchern: Der Hersteller hat die dritte Technical Preview von Windows Server 2016 vorgestellt, mit der sich nun offiziell Docker-Container nutzen lassen.

Docker ist eine offene Plattform für Entwickler und Admins, die Anwendungen in Container verpackt. Diese sind dann schnell und unkompliziert auf PCs sowie in Rechenzentren, virtuellen Umgebungen oder in der Cloud ausführbar. "In der heutigen, sich schnell verändernden Geschäftswelt ist es ausschlaggebend für den Geschäftserfolg, Anwendungen schnell ausliefern und auch kontinuierlich an die Bedürfnisse anpassen zu können", sagt Peter Arbitter, Head of Cloud & Enterprise bei Microsoft Deutschland.

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Unter der neuen Vorabversion von Windows Server 2016 können Anwender eine App auch als Container publizieren. (Foto: Microsoft)

Das Unternehmen nennt die neue Technik "Windows Server Container". Sie lassen sich nicht nur im neuen Windows Server 2016 nutzen, sondern auch in Azure oder in einer virtuellen Hyper-V-Maschine.

Windows Server 2016 auch als winziger Nano-Server

Windows Server 2016 soll es auch in einer Nano-Version geben. Dabei handelt es sich um einen Mini-Windows-Server, der laut Microsoft nur "etwa ein Zwanzigstel der Größe des Windows Server Core hat". Ein Nano-Server bringt nur die wichtigsten Komponenten mit wie Hyper-V, Clustering, Networking, Storage, .NET und die Common Language Runtime, allerdings keine grafische Oberfläche. "Dieses schlanke und performante Betriebssystem ist speziell darauf ausgelegt, Cloud-Applikationen und Container auszuführen und wichtige Ressourcen zu schonen", so Microsoft-Manager Arbitter.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird es wahrscheinlich möglich sein, einen Nano-Server mit nur noch genau den benötigten Minimalfunktionen zu nutzen und alle anderen Aufgaben über Container abzuwickeln.

Die Technical Preview 3 kann als ISO-Datei heruntergeladen und bis zum 15. Juli 2016 kostenlos ausprobiert werden. Zum Download wird ein Microsoft-Konto benötigt. Wer will, kann auch die ebenfalls gerade erschienene Technical Preview 3 von Windows System Center 2016 testen, die sich an Betreiber eines Software-Defined Data-Centers richtet.

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