Research & Innovation

Wie glücklich sind die Wuppertaler?

Wer will denn das wissen, werden Sie sich fragen. Doch der Hintergrund ist interessant, denn die App, die das Glück messen soll, kommt üblicherweise in Unternehmen und bei Produkten zum Einsatz. In Wuppertal wird sie zum ersten Mal systematisch auf eine Stadt ausgelegt.

22.11.2017
Quelle: Happiness Research Organisation UG
Quelle: Happiness Research Organisation UG

Was sagt mehr aus über die Zufriedenheit der Bewohner einer Region: das Bruttosozialprodukt oder das Bruttosozialglück? Die Stadt Wuppertal interessiert sich besonders für Letzteres und betreibt seit Mai Glücksforschung per App. Alle Bürger werden dabei nach ihrer Lebenszufriedenheit gefragt und wovon diese im Einzelnen abhängt. Aus den Ergebnissen sollen sich Empfehlungen für Politik und Verwaltung ableiten.

Die Entwicklung der App und ihre Anwendung auf Wuppertal ist ein gemeinsames Projekt des Wuppertal Instituts und der Düsseldorfer Happiness Research Organisation . Das 2012 von einem Psychologie- und einem Informatikstudenten gegründete Institut prüft auch für andere Forschungsvorhaben mit ähnlichen Apps beispielsweise die Zufriedenheit von Mitarbeitern.

Für den Privatgebrauch gibt es Smartphone-Anwendungen dieser Art bereits häufig. Apps wie MoodMap , Moodpanda oder Stimmungstagebuch stehen für Android oder iOS bereit, um persönlichen Glücksmomenten auf die Spur zu kommen.

In Wuppertal haben sich bislang rund 1.300 Bürger an der Glücksforschung per App beteiligt. Erste Ergebnisse: Mehr öffentliche Grillplätze, bessere Radwege und gepflegte Grünanlagen – diese Wünsche trugen viele Teilnehmer in die Freifelder der Glücksforschungs-App ein.

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