Digitale Transformation

Welche Berufe entstehen – und welche wegfallen

Früher galten Bankkaufmann oder Software-Entwickler als Berufe mit Zukunft. Heute sind es Roboter-Psychologen oder Workforce Interface Manager. Zumindest, wenn man Nils Müller, Gründer des Zukunftsforschungsinstituts Trendone, Glauben schenkt.

21.11.2017
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Quelle: Trendone

In 20 Jahren werden Menschen ganz selbstverständlich mit künstlicher Intelligenz (KI) zusammenarbeiten, sagt Müller: "In den meisten Fällen werden uns KI-Kollegen ergänzen, nicht ersetzen." Er prognostiziert vier neue Jobprofile, die in den kommenden 20 Jahren im Zusammenhang mit KI entstehen werden. Dazu zählt der Agent Trainer: Er werde die Aufgabe haben, KI in bestehende Unternehmensprozesse zu integrieren. In dieser Rolle sieht Müller Mitarbeiter, die das Unternehmen, dessen Kultur und die anderen Kollegen gut kennen. Roboter-Psychologen dagegen seien "eine Art Personal-Manager" mit der besonderen Aufgabe, die KI-Belegschaft sozial verträglich zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu fördern.

Den Workforce Interface Manager sieht Müller als neuen Systemarchitekten. Er werde unterschiedliche Software-Bausteine im Unternehmen implementieren und damit einzelne KI-Kollegen vernetzen. Auch ein Agent Watch & Security wird laut Müller künftig gebraucht: Er stelle sicher, dass die KI nicht gehackt wird.

Der Beratungsfirma A.T. Kearney zufolge werden aber auch viele Berufe wegfallen. Insgesamt seien 45 % der heutigen Jobs durch Roboter bedroht, besonders Büro- und Sekretariatskräfte sowie Berufe im Verkauf und im Gastronomieservice.

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