Job & Career

Was Studenten heute wollen: Innovatives Arbeitsumfeld statt Prestige

Eine aktuelle Studie hat Medienstudenten dazu befragt, ob sie eher eine Karriere in etablierten Unternehmen oder in einem Startup anstreben.

22.04.2015 Kim Rixecker

Studie zur Generation Y: 40 Prozent der Befragten wollen in einem Startup arbeiten

Über die Generation Y, auch Millenials genannt, wurde schon so einiges geschrieben. Wir wissen, dass diese Generation sehr technologieaffin ist und auch wie ihr Shopping-Verhalten aussieht. Wie aber stellen sich die Menschen, die zwischen 1990 und 2010 im Teenageralter waren, ihre berufliche Zukunft vor? Eine Studie des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung an der Hochschule Hannover bringt jetzt etwas Licht ins Dunkel.

Dazu wurden 778 Medienstudenten an 45 deutschen Hochschulen befragt, ob sie nach ihrem Studium lieber bei einem Großkonzern oder einen Startup anheuern würden. Und tatsächlich: Startups sind äußerst attraktiv für diese Generation. 40 Prozent der Befragten gaben an, sie würden sich nach dem Studium für ein Startup als Arbeitgeber entscheiden. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten bevorzugt traditionelle Großunternehmen.

Generation Y: Startups sind wegen des innovativen Arbeitsumfelds beliebt bei Studenten

Laut der Studie entscheiden sich vor allem die Studenten für eine Karriere in einem Großunternehmen, für die Statussymbole, Prestige und die Höhe des Gehalts eine übergeordnete Rolle spielen. Die Befragten hingegen, die einen Berufseinstieg bei einem Startup bevorzugen, wünschen sich eher ein innovatives Arbeitsumfeld und die Möglichkeit, bei Entscheidungen miteinbezogen zu werden. Auch scheint die eigene Risikobereitschaft eine große Rolle dabei zu spielen, ob ein Student lieber bei einem Startup als bei einem etablierten Unternehmen anheuert.

Gernation y
Vor allem wer sich ein innovatives Arbeitsumfeld wünscht, strebt einen Job bei einem Startup an.

Interessant dabei ist, dass gerade diejenigen, die schon Berufserfahrung in einem Konzern gesammelt haben, eher zu einem Job bei einem Startup tendieren. Andererseits sprechen sich die Studenten mit Startup-Erfahrung eher für eine Konzernlaufbahn aus. Die Autoren der Studie sehen darin eine gewisse Sprunghaftigkeit der Generation Y, die hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Flexibilität und Sicherheit sei.

Viele Medienstudenten können es sich vorstellen, ein eigenes Startup zu gründen

Der Studie zufolge haben soziale Beziehungen am Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen deutlich höheren Stellenwert bei den Studenten als etwa die finanziellen Aspekte. Auch die Gründung eines eigenen Startups ist für viele ein Thema: 18 Prozent der befragten Medienstudenten können es sich vorstellen, später ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dieser Wert liegt merklich über dem Durchschnitt.

Die Studie entstand als Teil der Masterarbeit der Medienmanagement-Studentin Rabea Laugemann unter der Betreuung des wissenschaftlichen Mitarbeiters und Doktoranden Christopher Buschow. Er lehrt unter anderem Entrepreneurship am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Sie ist bislang noch nicht in der kompletten Fassung veröffentlicht.

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