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Future Mobility

Volkswagen-Marke Moia stellt vollelektrisches Sammeltaxi vor

"Ein Moia, bitte!" Auf der Techcrunch Disrupt in Berlin stellt die Volkswagen-Tochter endlich ihr zum Pooling-Algorithmus passendes Fahrzeug vor. Es fährt vollelektrisch und biete „absoluten Komfort“.

11.12.2017 Quelle: t3n Ekki Kern
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Der Innenraum der nun vorgestellten Moia-Shuttles (Quelle: Moia)

Wirklich bekannt ist die junge Volkswagen-Marke Moia bislang nur in der Mobilitätsbranche. Was sich im kommenden Jahr ändern soll. Ab Ende 2018 nämlich will man „in einem ersten Projekt“ das gesamte Ride-Pooling-Ökosystem in Hamburg starten, heißt es nun.

Da trifft es sich gut, dass man die vom Volkswagen-Konzern eigens konzipierten Moia-Fahrzeuge nun erstmals auch ansehen und anfassen kann. Diese fahren vollelektrisch, sind für Pooling-Services optimiert und bieten bis zu sechs Fahrgästen Platz.

Im Innenraum befinden sich freistehende Sitze. Auch wer „keinen Kontakt mit den übrigen Fahrgästen“ wünsche, solle sich wohlfühlen. Darüber hinaus verfügen die Sitze über eine dimmbare Leselampe, USB-Ports zum Laden von Smartphones sowie WLAN.

Der Ein- und Ausstieg werde durch eine „für den Einsatzzweck optimierte automatische Tür und einen Haltegriff“ ermöglicht. Für Gepäck gibt es neben dem Fahrer einen „gut einsehbaren“ Extrabereich.

Überhaupt stehe das Fahrzeug für nicht weniger als „absoluten Komfort“, kommentiert Robert Henrich, COO von Moia. Im Rahmen des „Co-Creation-Prozesses“ habe man in den Entwicklungsprozess „immer wieder potenzielle Nutzer über alle Altersgruppen hinweg eingebunden“, heißt es.

Das Fahrzeug ist gemeinsam mit Volkswagen-Nutzfahrzeuge und Volkswagen Osnabrück in zehn Monaten geplant, entwickelt und gebaut worden. Es hat nach Angaben des Konzerns eine Reichweite von über 300 Kilometern nach dem WLTP-Standard und könne innerhalb von rund 30 Minuten auf 80 Prozent Ladekapazität aufgeladen werden.

Testlauf in Hannover

Seit Oktober testet Moia den eigenen Pooling-Service in Hannover und entwickelt die einzelnen Komponenten im Realbetrieb weiter. Im Test setzt man derzeit 20 herkömmliche Volkswagen T6-Multivans ein.

Neben diesen besteht das Pooling-Gesamtsystem im Moment aus einer Kunden-App, mit der Fahrgäste „ein Moia“ bestellen und bezahlen können. Vor dem Bestellen wird angezeigt, wann ein Fahrzeug zur Verfügung steht und was die Fahrt kosten wird. Ein Pooling-Algorithmus fasst Fahrgäste mit ähnlichem Ziel zusammen und sorgt so dafür, dass die Auslastung der Fahrzeuge steigt und Umwege vermieden werden.

Ab Ende 2018 könne man die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich des Ride-Pooling anbieten – je nach Bedarf aber auch einzelne Bausteine davon, sagt Ole Harms, der CEO von Moia. Möglich seien verschiedene Betreibermodelle, die gemeinsam mit Städten und Partnern ausgestaltet werden könnten.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist, im Rahmen der selbsterklärten Mission „One Million Cars off the Road“ bis 2025 die Städte Europas und der USA um eine Million Fahrzeuge zu entlasten.

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