Digital Health

Vernetzte Patientenakte soll die Heilung fördern

Krankenhäuser und Ärzte könnten künftig Patientendaten auch an Forschungseinrichtungen liefern, um den Informationsaustausch zu verbessern. Profitieren sollen davon alle Beteiligten.

04.05.2017
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"Der gläserne Patient" ist ein Schlagwort, das viele mit Unbehagen erfüllt. Doch um die bestmögliche Therapie zu entwickeln, kann die Weitergabe von Patientendaten elementar sein. Deshalb hat der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) eine neuartige vernetzte Patientenakte angekündigt. Sie soll nicht nur den behandelnden Ärzten alle Informationen über den individuellen Krankheits- und Therapieverlauf des Patienten liefern, sondern auch eine Anbindung an die klinische und biomedizinische Forschung umfassen. Damit könnten Erkenntnisse aus der Krankenversorgung schneller in die Forschung einfließen, umgekehrt ließen sich aktuelle Resultate aus der Wissenschaft unmittelbarer in Therapie und Versorgung und damit für die Heilung anwenden.

Wie diese vernetzte Patientenakte umgesetzt werden könnte, beschreibt der Verband in dem eben veröffentlichten Papier mit dem Titel "Bessere Gesundheitsversorgung durch eine vernetzte und forschungskompatible Patientenakte". Die Grundlagen dafür werden derzeit geschaffen, und zwar im Rahmen der Förderinitiative Medizininformatik, die beim Bundesministeriums für Bildung und Forschung angesiedelt ist. Danach soll die vernetzte Patientenakte zunächst in der Universitätsmedizin eingesetzt werden, später dann auch in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und nicht-universitären Kliniken.

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