Internet of Things

US-Experten empfehlen Vorschriften für IoT-Produkte

Smart Homes und Kritische Infrastrukturen gehören zu den begehrten Hacker-Zielen der nahen Zukunft. Doch das Internet of Things ist kein Sicherheitskonzept. Darum spricht sich ein ICIT-Papier jetzt für die staatliche Reglementierung von IoT-Lösungen aus.

20.12.2016
Smarte-Waschmaschine-1
Kann Ihre Waschmaschine gehackt werden?

Die Angriffe der jüngsten Zeit auf IoT-Systeme und -Infrastrukturen haben die Experten des Institutes for Critical Infrastructure Technology (ICIT) zum Anlass genommen, ihre Position zu staatlicher Regulierung zu überdenken. In ihrem Report "Rise of The Machines" empfehlen James Scott und Drew Spaniel eine "verantwortliche" Steuerung von Behördenseite, die im Idealfall schon auf einer frühen Entwicklungsstufe von IoT-Systemen einsetzt. Bei bisherigen Lösungen, bemängeln die Forscher, fehle es an Security by Design, viele Anfälligkeiten für Cyberattacken ließen sich auf das grundlegende Design von IoT-Geräten zurückführen.

Zum Hintergrund des Sinneswandels gehört offenbar auch der schwerwiegende DDoS-Angriff auf den Internet-Performance-Management-Dienstleister Dyn im Oktober 2016: "The Dyn Attack Was Just a Practice Run" – der Dyn-Angriff war nur ein Übungslauf – haben die Forscher warnend als Untertitel für ihren Report gewählt. Einer Forderung jedoch, die in diesem Zusammenhang immer wieder zu hören ist, erteilen auch die ICIT-Forscher eine Absage: Kryptografische Hintertüren, die Ermittlungsbehörden den Zugang ermöglichen, erhöhen ihrer Ansicht nach die Sicherheitsrisiken noch. Backdoors für "die Guten" seien eben auch Einfallstore für "die Bösen".

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