Cyber Security

Unternehmen büßen Schatten-IT mit Umsatzverlust

Lücken in der IT-Sicherheit kommen empfindlich teuer. Eigenmächtig angeschaffte Ad-hoc-Lösungen können die besten Security-Konzepte aushebeln – und diese werden selbst immer komplexer.

06.03.2017
Schatten-IT Cyber Security
Immer mehr Unternehmen mussten Umsatzeinbußen als Folge von Sicherheitsvorfällen verbuchen. (Grafik: Cisco)

Im vergangenen Jahr mussten Unternehmen Umsatzeinbußen von zum Teil mehr als 20 % als Folge von Sicherheitsvorfällen verbuchen. Das geht aus dem Annual Cybersecurity Report 2017 von Cisco hervor. Erschwerend kommt hinzu, dass sich bei einem Teil der betroffenen Unternehmen auch die Zukunftsaussichten eintrüben: 22 % der betroffenen Firmen haben nach einem Angriff Kunden verloren.

Als Ursachen nennt Cisco sowohl die zunehmende Professionalität der Angreifer als auch das mangelnde Risikobewusstsein bei vielen Mitarbeitern. So stelle die Schatten-IT – namentlich eigenmächtig eingeführte Cloud-Anwendungen – eine erhebliche Gefahr dar. Jede dritte Cloud-Anwendung gilt dem Report zufolge als hochriskant. Der letzte eco-Sicherheitsreport (2016) geht für Deutschland davon aus, dass in 76 % der Unternehmen nicht genehmigte Hardware und (Cloud-)Software im Einsatz ist. Problematisch ist meist weniger die Lösung an sich – die durchaus tauglich sein kann –, sondern der Umstand, dass sie nicht ins zentrale Sicherheits- und Passwortmanagement eingebunden ist. Der Cisco-Studie wird das aufgrund der Komplexität auch bei regulären IT-Beschaffungen immer schwieriger: 65 % der Befragten haben mehr als sechs unterschiedliche Sicherheitslösungen im Einsatz.

Der Cybersecurity Report 2017 bescheinigt den Unternehmen immerhin eine gestiegene Sensibilität für Themen der IT Security, zumal dann, wenn sie bereits betroffen waren. Als größte Hürden auf dem Weg zu einer Verbesserung der Sicherheitslage sieht Cisco Budgeteinschränkungen, die mangelnde Kompatibilität von Systemen und fehlende Fachkräfte.

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