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Uber-App an – Ehe aus

Mit digitalen Geschäftsmodellen ist das so eine Sache: Sie können das Leben von Millionen Nutzern von Grund auf verändern. Ein Franzose verklagt Uber nun auf Schadenersatz, weil er das Unternehmen für seine Scheidung verantwortlich macht.

21.02.2017
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Uber-App an – Ehe aus

Wie die französische Tageszeitung Le Figaro berichtet , hatte sich der Geschäftsmann das iPhone seiner Frau ausgeliehen, um damit via Uber eine Fahrt zu buchen. Obwohl er sich nach eigenen Angaben wieder ausgeloggt hatte, bevor er das Gerät zurückgab, sendete der Fahrdienst weiter Informationen an das Smartphone. Die Gattin bekam alle nötigen Infos zur Affäre ihres Mannes auf dem Silber-Tablet serviert: Name des Fahrers, Ankunftszeit etc. Und sie reichte prompt die Scheidung ein. Statt die Schuld bei sich selbst zu suchen, macht der Franzose nun Uber für seine gescheiterte Ehe verantwortlich: Ein Bug in der App sei dafür verantwortlich gewesen, dass das Handy weiter Nachrichten empfing. Seine happige Forderung: 45 Millionen Euro. Eine erste Anhörung ist für März geplant.

Uber wollte sich gegenüber Le Figaro nicht zu dem Fall äußern. Den Journalisten gelang es aber, den Fehler zu replizieren. Betroffen sind frühere iOS-Versionen bis zum Update vom 15. Dezember 2016. Die Android-Version scheint nicht betroffen zu sein.

Auch andere Online-Dienste können Ehen nicht nur stiften, sondern auch beenden. So berichtete CBS bereits 2014 von einer Studie, derzufolge Facebook zu Untreue führen kann. Als Grund wird unter anderem genannt, dass neue Kontakte oder Ex-Partner(innen) lediglich wenige Mausklicks entfernt sind.

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