Drones / Unmanned Systems

Trump öffnet die Luftfahrt für Liefercopter

Darauf haben die Online-Händler in den USA gewartet: auf ein Bekenntnis zu gewerblichen Lieferdiensten per Drohne. Der Verkehrsminister hat 90 Tage Zeit, seinem Präsidenten Vorschläge zu unterbreiten.

01.11.2017

US-Präsident Donald Trump hat das Department of Transportation angewiesen, einen Plan zu erarbeiten, wie man den Flugverkehr für kommerzielle Drohnen erleichtern könne. Ein Unmanned Aircraft Systems Integration Pilot Program soll die rechtlichen Grundlagen dafür prüfen und die örtlichen Behörden zu Testreihen ermuntern.

Dahinter dürfte zum einen die Beobachtung stehen, dass Drohnen mehr und mehr Sympathien gewinnen, nicht zuletzt durch Notfall- und Rettungseinsätze bei den jüngsten Hurrikan-Zerstörungen. Zum anderen fürchtet die US-Regierung, von der technologischen Entwicklung abgehängt zu werden.

In Zürich etwa fliegen in einem Pilotprojekt bereits E-Commerce-Drohnen von Matternet mit Siroop -Waren bis zu einem Gewicht von 2 kg – allerdings nicht direkt zum Kunden, sondern zu einem Mercedes-Benz Vito mit Landefläche, der dann die letzte Meile übernimmt. Auch diese Versuchsreihe musste aber vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ausdrücklich genehmigt werden.

Quelle: Amazon
Quelle: Amazon

Amazon mit seinem Prime-Air-Projekt hat den Vorstoß von Trump erfreut zur Kenntnis genommen. Dass sich der Einsatz von fliegenden Robotern auszahlt, weiß der Konzern bestens aus der eigenen Lagerlogistik.

Intern besorgen automatische Scan-Copter und Roboter mittlerweile fast das gesamte Pick and Place der großen Retailer – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und zuverlässiger als jede menschliche Arbeitskraft.

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